Rund 18 Kilometer südlich von Parma thront das Castello di Torrechiara über dem Tal des Parma-Flusses. Die Burg wurde zwischen 1448 und 1460 von Pier Maria Rossi errichtet, der das Bauwerk seiner Geliebten Bianca Pellegrini widmete. Diese Liebesgeschichte ist nicht nur Anekdote, sondern bildet das thematische Herz der Anlage und verleiht der wehrhaften Architektur eine ungewöhnlich persönliche Note. Hinter den doppelten Mauerringen, die die Burg militärisch sicherten, verbirgt sich die Camera d'Oro, das Goldene Zimmer. Es gilt als einer der schönsten profanen Freskenräume Italiens und erzählt in seinen Wand- und Deckenbildern die Liebesgeschichte von Pier Maria Rossi und Bianca Pellegrini. Die Verbindung aus feiner Malerei und einer realen Lebensgeschichte macht diesen Raum zum Höhepunkt jedes Besuchs und hebt Torrechiara von vielen anderen Burgen der Region ab. Von den Loggien der Burg reicht der Blick weit über die umliegende Landschaft – über Weinberge und über die Schinken-Trocknereien von Langhirano, dem Zentrum der Prosciutto-Produktion. Diese Aussicht verbindet die mittelalterliche Festung unmittelbar mit der kulinarischen Identität der Gegend und macht deutlich, warum die Hügel südlich von Parma als Food Valley bekannt sind. Der Ausflug nach Torrechiara lässt sich ideal mit den Genüssen der Region verbinden. Eine Prosciutto-Verkostung in Langhirano oder eine Weinprobe in den Colli di Parma, den Weinbergen rund um die Burg, runden den Besuch ab. Der Eintritt in die Burg ist ticketpflichtig. Das Castello di Torrechiara eignet sich besonders für Kulturreisende, für Liebhaber mittelalterlicher Architektur und Freskenkunst sowie für alle, die einen Ausflug ins Umland mit den kulinarischen Spezialitäten der Region kombinieren möchten.
Die Burg von außen vor dem Tal des Parma-Flusses als Gesamtansicht fotografieren.






























