Ende des 16. Jahrhunderts ließen die Farnese am Südrand der Stadt eine pentagonale Festung errichten, die sich am Vorbild der Zitadelle von Antwerpen orientierte. Die fünfeckige Anlage war als Verteidigungs- und Machtbauwerk gedacht, doch gekämpft wurde hier kaum. Über die Jahrhunderte verlor die Festung ihre militärische Funktion und wandelte sich zu einem öffentlichen Park, der heute zu den beliebtesten Grünflächen Parmas zählt. Das Herzstück der Cittadella ist der vollständig erhaltene Wallring. Auf der Krone der alten Festungsmauern verläuft die schönste Laufstrecke der Stadt, auf der Jogger, Spaziergänger und Familien unterwegs sind. Der Rundweg gibt der Anlage ihren besonderen Charakter und macht sie zu einem Ort, an dem sich Geschichte und Alltagsleben verbinden. Durch das monumentale Marmorportal gelangt man auf das ehemalige Exerzierfeld im Inneren der Festung. Wo einst Soldaten antraten, finden sich heute ein Spielplatz, weite Wiesen und alter Baumbestand, die zum Verweilen einladen. Die fünfeckige Form der Anlage bleibt dabei überall ablesbar und erinnert an den ursprünglichen Zweck des Bauwerks. Der Eintritt in den Park ist frei, was die Cittadella zu einem unkomplizierten Ziel für eine grüne Pause nach dem Sightseeing macht. Von der Piazza Garibaldi ist sie in etwa einer Viertelstunde zu Fuß erreichbar. Damit eignet sich der Park besonders für Familien mit Kindern, für sportlich Aktive, die eine Laufrunde suchen, und für alle, die zwischen den Monumenten der Altstadt einen ruhigen, naturnahen Ausgleich finden möchten.
Das monumentale Marmorportal als Eingangsmotiv fotografieren.





























