Das Teatro Regio wurde unter Herzogin Maria Luigia erbaut und 1829 eröffnet. Seither gehört es zu den bedeutendsten Opernhäusern Italiens und gilt als heiliger Boden der Verdi-Verehrung. Der Komponist Giuseppe Verdi stammte aus der Nachbarschaft, und die enge Verbindung zwischen ihm und der Stadt prägt das Selbstverständnis des Hauses bis heute. Berühmt und gefürchtet ist das Publikum des Loggione, des obersten Rangs. Es gilt als das unbestechlichste des Landes: Sänger, die hier bestehen, bestehen überall. Diese kompromisslose Erwartungshaltung hat dem Teatro Regio einen besonderen Ruf in der Opernwelt eingebracht und macht jeden Auftritt zu einer echten Bewährungsprobe. Jeden Herbst widmet sich das Festival Verdi dem Komponisten mit Aufführungen im Regio und im nahen Busseto, Verdis Geburtsort. In dieser Zeit wird Parma zum Ziel von Opernliebhabern aus aller Welt, und das gesellschaftliche Leben der Stadt richtet sich nach dem Festivalkalender. Tickets für die Festivalabende sind entsprechend begehrt und sollten Monate im Voraus gesichert werden. Auch außerhalb der Vorstellungen lohnt der Besuch: Das Haus mit seinem neoklassizistischen Saal lässt sich bei Führungen besichtigen, die einen Blick auf die Ausstattung, den Zuschauerraum und die Geschichte des Theaters erlauben. So erschließt sich die Bedeutung des Regio auch jenen, die keine Aufführung erleben. Das Teatro Regio eignet sich damit für Opernliebhaber, die eine Vorstellung oder das Festival Verdi besuchen wollen, ebenso wie für kulturell Interessierte, die das Haus bei einer Führung kennenlernen möchten. Die zentrale Lage gegenüber dem Hotel Torino und unweit der Pilotta fügt den Besuch gut in einen Stadtrundgang ein.
Den neoklassizistischen Zuschauersaal bei Führungen festhalten, soweit erlaubt.






























