Unter der offenen Ruine der Basilika San Giovanni in Syrakus erstreckt sich eines der eindrucksvollsten unterirdischen Denkmäler der Stadt: ein weitverzweigtes frühchristliches Gräberlabyrinth aus dem 4. bis 6. Jahrhundert. Angelegt wurde es entlang eines antiken Aquädukts, dessen Verlauf den Katakomben ihre Struktur gab. Nach den römischen gelten die Katakomben von Syrakus als die bedeutendsten Italiens. Der Besuch ist nur im Rahmen einer Führung möglich, die hinab in die kühlen Gänge steigt. Dort öffnen sich Rotunden, und an den Wänden reihen sich Tausende von Grabnischen – ein Zeugnis der großen frühchristlichen Gemeinde, die hier ihre Toten bestattete. Ein zentraler Punkt ist die Krypta des heiligen Marcianus, der als erster Bischof der Stadt verehrt wird und dessen Verehrung die Bedeutung des Ortes für die frühe Christenheit unterstreicht. Über der unterirdischen Welt liegt die Ruine der Basilika selbst, deren offene Mauern den Himmel hereinlassen – ein eindrucksvoller Kontrast zum verschlungenen Dunkel darunter. Die Kombination aus oberirdischer Ruine und unterirdischem Gräbersystem macht den Ort zu einer der vielschichtigsten Sehenswürdigkeiten von Syrakus. Gerade im Hochsommer hat der Besuch einen doppelten Reiz: Die kühlen Gänge bieten eine willkommene Abkühlung, wenn über der Stadt die Hitze steht. Für den Zutritt ist ein Ticket erforderlich, und die Besichtigung erfolgt geführt. Wer sich für die frühchristliche Geschichte Siziliens und für die unterirdische Seite von Syrakus interessiert, findet hier ein Denkmal von europäischem Rang.
Die Rotunden mit ihren Grabnischen im vorhandenen Licht festhalten






























