Highlight
Capo Murro di Porco
Das äußerste Kap der Halbinsel mit Leuchtturm von 1859 und Steilküste – dramatischster Punkt des Schutzgebiets.
◆ STADTVIERTEL · SYRAKUS
Gegenüber von Ortigia, auf der anderen Seite des großen Hafens, streckt sich die Maddalena-Halbinsel ins Ionische Meer. Ihre Küste steht seit 2004 als Area Marina Protetta del Plemmirio unter Schutz: weiße Kalkterrassen statt Liegestuhlreihen, Seegraswiesen und Grotten statt Strandbars – und eine Unterwasserwelt, die das Gebiet zu einem der besten Tauchreviere Siziliens macht. Am äußersten Kap blinkt der Leuchtturm von Capo Murro di Porco über einer Steilküste, an der schon Vergils Aeneas vorbeisegelte.

Plemmyrium nannten die Griechen die Halbinsel, die den großen Hafen von Syrakus nach Süden abschirmt – Vergil ließ Aeneas am 'wellenumtosten Plemmyrium' vorbeisegeln, und im Peloponnesischen Krieg lagen hier die Befestigungen, mit denen Athen die Stadt vergeblich in die Knie zwingen wollte. Heute ist die Maddalena-Halbinsel ein stilles Gegenstück zum dichten Ortigia: Olivengärten, Villen hinter Trockenmauern und eine Küste, die in weißen Kalkterrassen ins Meer fällt.
Seit 2004 schützt die Area Marina Protetta del Plemmirio rund um das Kap die Unterwasserwelt: Seegraswiesen, Schwärme von Barrakudas, Zackenbarsche und Grotten, dazu archäologische Funde am Meeresgrund. Für Taucher ist das Revier in Zonen eingeteilt – die strengste rund um Capo Murro di Porco mit seinem Leuchtturm von 1859 ist nur geführt zugänglich. Schnorchler kommen schon an den Einstiegen bei Punta della Mola auf ihre Kosten, wo das Wasser auch im Hochsommer glasklar bleibt.
Badeinfrastruktur gibt es bewusst kaum: Man klettert über Felsplateaus und Leitern ins Wasser, Badeschuhe und Proviant gehören ins Gepäck. Die bekannteste Bucht ist die Pillirina an der Nordseite, um die sich eine lokale Legende um eine wartende Fischerstochter rankt. Wer Komfort sucht, wohnt im Resort an der Hafenseite mit Blick zurück auf Ortigia – und hat die Wahl zwischen Pool am Morgen und Schutzgebiet am Nachmittag.
01 · Highlights
Highlight
Das äußerste Kap der Halbinsel mit Leuchtturm von 1859 und Steilküste – dramatischster Punkt des Schutzgebiets.
Highlight
Seegraswiesen, Grotten und Fischschwärme in klarem Wasser – eines der besten Tauchreviere Siziliens, in Schutzzonen organisiert.
Highlight
Die bekannteste Badebucht der Nordseite: Kalkfelsen, türkises Wasser und eine lokale Legende um eine wartende Fischerstochter.
Highlight
Von der Hafenseite der Halbinsel liegt die Altstadtinsel wie ein Modell im Meer – besonders schön im Abendlicht.
02 · Sehenswürdigkeiten
03 · Hotels
04 · Aktivitäten
05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Nein – das Schutzgebiet besteht aus Kalkfelsen, Plateaus und kleinen Buchten mit Leitern und Felseinstiegen. Wer Sand sucht, fährt weiter südlich nach Arenella oder Fontane Bianche. Dafür ist das Wasser hier so klar wie kaum sonst an Siziliens Ostküste.
Praktisch ja: Die Einstiege liegen verstreut über die Halbinsel, und der Weg ab Ortigia dauert mit dem Auto 15–20 Minuten. Im Sommer gibt es saisonale Busse, viele kombinieren das Gebiet aber ohnehin mit einer Bootstour ab Ortigia.
Das Reservat ist in Zonen unterschiedlicher Strenge eingeteilt; die Kernzone am Capo Murro di Porco ist nur mit autorisierten Anbietern zugänglich. Lokale Tauchbasen kennen die Regeln und organisieren Ausfahrten samt Genehmigung – auch für Schnuppertaucher.
Ja: Schnorcheln direkt ab den Einstiegen, Küstenwanderungen zum Leuchtturm und Badetage in der Pillirina-Bucht brauchen keine Flasche. Im Sommer machen Bootstouren ab Ortigia an den schönsten Grotten der Halbinsel halt.
07 · In der Nähe
Lass dir für das Plemmirio ein maßgeschneidertes Angebot unserer Partner erstellen – unverbindlich & kostenlos.