Die Basilica di Santa Maria in Trastevere zählt zu den ältesten Marienkirchen Roms und führt ihren Ursprung auf eine der frühesten christlichen Gemeinden der Stadt zurück. Der heutige Bau stammt im Kern aus dem 12. Jahrhundert, doch er steht buchstäblich auf der Antike: Die Säulen des Mittelschiffs wurden aus älteren römischen Bauten wiederverwendet und sollen ursprünglich aus antiken Thermen stammen. Wer durch das Hauptschiff geht, blickt also auf Spolien, die Jahrhunderte vor der christlichen Kirche behauen wurden. Berühmt ist Santa Maria in Trastevere vor allem für ihre Mosaiken, die zu den bedeutendsten des römischen Mittelalters gehören. Schon an der Fassade leuchtet ein goldener Fries: Maria mit dem Kind, flankiert von Frauen mit Lampen, meist als die klugen und törichten Jungfrauen aus dem Gleichnis gedeutet. Im Inneren setzt sich der Goldglanz in der Apsis fort. Dort entstand im späten 13. Jahrhundert der Marienzyklus von Pietro Cavallini, eine Folge von Szenen aus dem Leben Marias, die als Schlüsselwerk auf dem Weg von der byzantinischen Tradition zur naturnäheren Malerei der italienischen Frührenaissance gilt. Über dem Triumphbogen und in der Apsiskalotte verbinden sich diese Bilder zu einem zusammenhängenden Programm aus Gold, Blau und tiefem Rot. Die Kirche ist jedoch nicht nur Kunstdenkmal, sondern lebendiger Mittelpunkt ihres Viertels. Sie steht an der Piazza Santa Maria in Trastevere, dem zentralen Platz des gleichnamigen Stadtteils, in dessen Mitte ein achteckiger Brunnen plätschert. Tagsüber liegt der Platz oft im ruhigen Wechsel von Besuchern und Anwohnern; abends, wenn die Fassade angestrahlt wird, verwandelt er sich in eine Art Wohnzimmer Trastveres, auf dem sich Einheimische, Studierende und Reisende auf den Stufen des Brunnens versammeln. Der Eintritt in die Basilika ist wie bei den meisten römischen Pfarrkirchen frei. Das macht sie zu einem der lohnendsten Stopps in Trastevere, ein Ort, an dem sich antike Wiederverwendung, mittelalterliche Mosaikkunst und das alltägliche Leben eines römischen Viertels in wenigen Schritten verbinden. Wer die Mosaiken in ihrer vollen Wirkung sehen will, kommt am besten dann, wenn Licht in die Apsis fällt und das Gold zu glühen beginnt.
Im Inneren erwartet die Besucher ein dreischiffiger Bau mit antiken Säulen, dessen Höhepunkt die goldenen Mosaiken der Apsis sind. Über dem Triumphbogen und in der Apsiskalotte verbinden sich die Bilder zu einem Programm aus Gold, Blau und tiefem Rot, darunter der Marienzyklus von Pietro Cavallini. Der Besuch dauert meist eine halbe Stunde, der Eintritt ist frei. Als aktive Pfarrkirche gelten angemessene Kleidung und Ruhe.
Die Ursprünge der Kirche reichen bis in die frühchristliche Zeit Roms zurück; der Überlieferung nach gehört der Ort zu den frühesten christlichen Gemeinden der Stadt. Der heutige Bau entstand im 12. Jahrhundert unter Verwendung antiker Spolien. Im späten 13. Jahrhundert schuf Pietro Cavallini den Marienzyklus in der Apsis, der für die Entwicklung der italienischen Malerei eine wichtige Rolle spielte.
