Die Vatikanischen Museen gehören zu den größten und bedeutendsten Museumskomplexen der Welt. Die päpstlichen Sammlungen füllen kilometerlange Galerien und führen die Besucher durch Jahrtausende der Kunst- und Kulturgeschichte. Antike Skulpturen wie der Laokoon und der Apoll vom Belvedere, die Raffael-Stanzen mit der berühmten Schule von Athen und die prachtvolle Galerie der Landkarten reihen sich zu einem dichten Parcours, der in einem festgelegten Rundgang durch die Säle führt. Der Höhepunkt und Abschluss des Wegs ist Michelangelos Sixtinische Kapelle. Die Deckenfresken mit der Erschaffung Adams und das gewaltige Jüngste Gericht an der Stirnwand gehören zu den berühmtesten Werken der Kunstgeschichte, und keine Reproduktion erreicht die Wirkung des Originals im Raum selbst. In der Kapelle gelten Stille und Fotografierverbot, was dem Ort eine besondere, konzentrierte Atmosphäre verleiht. Die schiere Fülle macht eine gute Planung notwendig. Ohne ein online gebuchtes Zeitfenster sind die Warteschlangen vor dem Eingang legendär lang. Sonntags sind die Museen in der Regel geschlossen; eine Ausnahme bildet der letzte Sonntag im Monat, an dem der Eintritt gratis ist, was den Andrang an diesem Tag entsprechend groß werden lässt. Für den Besuch sollte man mindestens drei Stunden einplanen, und auch das reicht nur für eine Auswahl. Geführte Touren helfen, die Masse an Werken zu ordnen und das Wichtigste nicht zu verpassen; manche Touren ermöglichen zudem einen früheren Einlass. Wer die Museen mit dem benachbarten Petersdom verbinden möchte, sollte beide Programmpunkte zeitlich gut aufeinander abstimmen, da beide stark frequentiert sind.
Die spiralförmige Bramante-Treppe am Ausgang aufnehmen






























