Über dem überlieferten Grab des Apostels Petrus wuchs zwischen 1506 und 1626 die größte Kirche der Christenheit. An ihr bauten die bedeutendsten Architekten und Künstler ihrer Zeit: Bramante entwarf den ersten Plan, Michelangelo schuf die gewaltige Kuppel, und Bernini gestaltete den Innenraum sowie den weiten, von Kolonnaden umfassten Petersplatz davor. Michelangelos Kuppel krönt bis heute die Silhouette Roms und ist von vielen Punkten der Stadt aus zu sehen. Der Innenraum überwältigt durch seine Dimensionen. Gleich rechts hinter dem Eingang steht Michelangelos Pietà, eine seiner berühmtesten Skulpturen, hinter Glas geschützt. Weiter im Inneren erhebt sich Berninis bronzener Baldachin über dem Papstaltar, und der Blick fällt durch die gewaltige Vierung hinauf in die Kuppel. Die schiere Größe lässt sich kaum auf Fotos einfangen; Markierungen im Boden zeigen, wie andere große Kirchen der Welt im Vergleich abschneiden. Der Eintritt in die Basilika selbst ist frei. Geduld kostet jedoch die Sicherheitskontrolle am Zugang über den Petersplatz, deren Wartezeit je nach Tageszeit stark schwankt. Am frühen Morgen, kurz nach Öffnung, geht es in der Regel am schnellsten. Zu beachten ist der Dresscode für religiöse Stätten: bedeckte Schultern und Knie sind Voraussetzung für den Einlass. Wer mehr Zeit mitbringt, sollte den Aufstieg zur Kuppel einplanen, der gegen Gebühr möglich ist. Über Treppen, teils begleitet von einem Aufzug für den unteren Teil, gelangt man hinauf zur Laterne und wird mit dem berühmtesten Blick über den Petersplatz, die Vatikanstadt und das Häusermeer Roms belohnt. Der Petersdom bildet zusammen mit den nahen Vatikanischen Museen und der Sixtinischen Kapelle das geistliche und kulturelle Zentrum des Vatikans und gehört zu den zentralen Zielen jeder Romreise.
Der Rundgang führt durch einen Innenraum von gewaltigen Dimensionen mit Michelangelos Pietà nahe dem Eingang, Berninis bronzenem Baldachin über dem Papstaltar und dem Blick hinauf in die Kuppel. Der Eintritt in die Basilika ist frei; vor dem Einlass steht jedoch die Sicherheitskontrolle am Petersplatz. Wer den Kuppelaufstieg wählt, sollte zusätzliche Zeit und Kondition einplanen. Insgesamt sind ein bis zwei Stunden realistisch.
Der heutige Petersdom entstand zwischen 1506 und 1626 an der Stelle einer altchristlichen Vorgängerbasilika über dem überlieferten Grab des Apostels Petrus. Bramante begann den Neubau, Michelangelo schuf die Kuppel, und im 17. Jahrhundert prägte Bernini mit Baldachin und Kolonnaden des Petersplatzes das Gesamtbild. Der Bau gilt als Höhepunkt der römischen Renaissance- und Barockarchitektur.
