Der Markt von Testaccio zog 2012 in eine lichte moderne Halle und blieb doch, was er immer war: der Versorgungsmarkt eines Viertels, das Essen ernst nimmt. Anders als manche zu Touristenattraktionen umgewidmeten Märkte versorgt der Mercato di Testaccio weiterhin in erster Linie die Anwohner, was ihm seine Authentizität und sein ungekünsteltes Treiben erhält. Rund hundert Stände verkaufen Gemüse, Fisch, Fleisch und Käse, vieles davon aus der Region um Rom. Zwischen den klassischen Verkaufsständen haben sich Street-Food-Boxen etabliert, die zubereitete Speisen anbieten und den Markt auch zu einem Ziel für die schnelle Mittagsmahlzeit machen. Berühmt sind die Sandwiches mit geschmortem Rind sowie die Supplì, die frittierten Reisbällchen, die mittags regelmäßig Schlangen erzeugen. Die moderne Halle ist hell und gut organisiert, sodass sich der Markt angenehm durchstreifen lässt. Wer die römische Esskultur jenseits der Restaurants verstehen will, findet hier den Ort, an dem Einkaufen, Verkosten und schnelles Essen ineinandergreifen. Der Markt ist zudem ein häufiger Startpunkt für geführte Food-Touren durch Testaccio. Geöffnet ist der Mercato di Testaccio in der Regel von Montag bis Samstag tagsüber, am lebendigsten am Vormittag, wenn die Stände frisch bestückt sind. Der Eintritt ist frei. Ein Besuch lässt sich ideal mit den Sehenswürdigkeiten der Umgebung verbinden: Die Cestius-Pyramide, ein antikes Grabmal in Form einer Pyramide, und der nahe Protestantische Friedhof, auf dem unter anderem die Dichter Keats und Shelley begraben liegen, befinden sich gleich nebenan und runden den Streifzug durch dieses Esserviertel ab.
Die farbigen Auslagen der Gemüse- und Käsestände aufnehmen






























