Bei Grabungen an der Piazza Ferrari kam in Rimini das Wohn- und Praxishaus eines römischen Arztes aus dem 2. Jahrhundert nach Christus zum Vorschein – die Domus del Chirurgo, das „Haus des Chirurgen“. Der Fund machte international Schlagzeilen, denn er enthielt einen außergewöhnlich umfangreichen Bestand antiker chirurgischer Instrumente, der als einer der bedeutendsten seiner Art weltweit gilt. Das Ensemble erlaubt einen seltenen, konkreten Blick auf die Medizin im römischen Ariminum, wie Rimini in der Antike hieß. Skalpelle, Zangen, Sonden und weitere Instrumente zeugen vom hohen Stand der ärztlichen Praxis und davon, wie ein Arzt vor fast zwei Jahrtausenden lebte und arbeitete. Damit ist die Domus weit mehr als eine Ruine: Sie erzählt vom Alltag eines konkreten Berufs in der römischen Stadt. Vor Ort schützt ein Glaspavillon die Grabungsstätte und macht Mosaike, Wandmalereien und die Grundmauern des Hauses von oben sichtbar. Stege führen über die Ausgrabung, sodass die Anlage des Wohn- und Praxishauses nachvollziehbar wird. Die chirurgischen Instrumente selbst werden im benachbarten Stadtmuseum gezeigt, das den Fund mit weiteren Zeugnissen des antiken Rimini in den Kontext stellt. Gemeinsam erzählen die Grabungsstätte und das Museum verblüffend konkret vom Alltag der Medizin in der römischen Stadt. Für Reisende, die Rimini jenseits von Strand und Renaissance entdecken wollen, ist die Domus del Chirurgo ein lohnendes Ziel im Zentrum. Ein Ticket ist erforderlich; der Besuch lässt sich gut mit dem benachbarten Stadtmuseum und der nahen Altstadt verbinden.
Besucher erwartet eine römische Grabungsstätte unter einem Glaspavillon an der Piazza Ferrari. Stege führen über Mosaike, Wandmalereien und die Grundmauern des Arzthauses aus dem 2. Jahrhundert. Die zugehörigen chirurgischen Instrumente werden im benachbarten Stadtmuseum gezeigt, das den Fund einordnet. Für den Besuch ist ein Ticket erforderlich.
Bei Grabungen an der Piazza Ferrari wurde das Wohn- und Praxishaus eines römischen Arztes aus dem 2. Jahrhundert nach Christus freigelegt. Der Fund enthielt einen außergewöhnlich umfangreichen Bestand chirurgischer Instrumente und gilt als einer der bedeutendsten seiner Art. Er zeugt vom hohen Stand der Medizin im römischen Ariminum, dem antiken Rimini.
