Der Tempio Malatestiano ist der Dom von Rimini und zugleich eines der Schlüsselwerke der italienischen Frührenaissance. Ab 1450 ließ Sigismondo Pandolfo Malatesta, der Herr der Stadt, die bestehende gotische Franziskanerkirche von Leon Battista Alberti umgestalten. Alberti legte eine Marmorfassade nach dem Vorbild römischer Triumphbögen um den alten Bau – ein Manifest des Renaissance-Humanismus, das jedoch nie vollendet wurde und bis heute oben unfertig wirkt. Im Inneren verbinden sich die gotische Grundstruktur und der neue, antikisierende Schmuck. Die reich verzierten Seitenkapellen stammen von Künstlern wie Matteo de' Pasti und Agostino di Duccio, dessen Reliefs mit Putten, Tugenden und Planetenallegorien zu den feinsten Skulpturen der Epoche zählen. In einer Kapelle findet sich ein Fresko von Piero della Francesca, das Sigismondo kniend vor seinem Namenspatron zeigt – ein seltenes Werk dieses Meisters außerhalb der großen Zyklen. Ein weiteres Highlight ist das große Kruzifix, das Giotto zugeschrieben wird und damit die Wurzeln des Baus tief im Mittelalter verankert. So spannt der Tempio einen Bogen von der Gotik über die Frührenaissance bis zu den humanistischen Idealen des 15. Jahrhunderts und macht die kulturelle Ambition der Familie Malatesta unmittelbar erfahrbar. Der Tempio Malatestiano liegt im Centro Storico und ist als Pfarr- und Bischofskirche kostenfrei zugänglich; angemessene Kleidung wird erwartet. Für Reisende, die Rimini jenseits von Strand und Promenade entdecken wollen, ist die Kirche der ideale Ausgangspunkt: Von hier aus sind der Tempio benachbarte Plätze, Cafés und Trattorien wie auch der Arco d'Augusto zu Fuß gut erreichbar.
Besucher erwartet eine Kirche, in der Gotik und Frührenaissance aufeinandertreffen: außen die unvollendete Marmorfassade Albertis nach dem Vorbild römischer Triumphbögen, innen reich verzierte Seitenkapellen mit Reliefs von Agostino di Duccio, ein Fresko Piero della Francescas und ein Giotto zugeschriebenes Kruzifix. Der Bau ist als aktive Kirche kostenfrei zugänglich.
Der Bau geht auf eine gotische Franziskanerkirche zurück, deren Wurzeln das Giotto zugeschriebene Kruzifix bezeugt. Ab 1450 ließ Sigismondo Pandolfo Malatesta die Kirche von Leon Battista Alberti zu einem Renaissance-Tempel umgestalten. Alberti legte eine antikisierende Marmorfassade um den Altbau, doch das ehrgeizige Projekt blieb unvollendet. Im Inneren schufen Künstler wie Matteo de' Pasti und Agostino di Duccio den reichen Skulpturenschmuck.
