Der Ponte di Tiberio ist eines der eindrucksvollsten römischen Bauwerke der Adriaküste und zugleich ein lebendiges Stück Stadtgeschichte. Unter Kaiser Augustus begonnen und unter Tiberius im Jahr 21 n. Chr. vollendet, überspannt die Brücke mit fünf Bögen aus istrischem Kalkstein den alten Arm des Flusses Marecchia. Damit markiert sie den Anfangspunkt der Via Emilia, der antiken Konsularstraße, die von Rimini aus quer durch die Po-Ebene führte. Fast zwei Jahrtausende lang rollte über den Ponte di Tiberio der Verkehr dieser wichtigen Verbindung. Dass die Brücke Kriege, Hochwasser und Jahrhunderte überdauert hat, gilt als Beleg für die Bauleistung der römischen Ingenieure: Die mächtigen Bögen aus hellem Kalkstein ruhen auf Pfeilern, die schräg zur Strömung gesetzt wurden, um dem Wasser standzuhalten. Heute ist die Brücke Fußgängern und Radfahrern vorbehalten und verbindet die Altstadt mit dem Borgo San Giuliano, dem alten Fischerviertel mit seinen bemalten Häusern. Damit ist der Ponte di Tiberio nicht nur ein Denkmal, sondern Teil des täglichen Stadtlebens – ein Übergang zwischen dem antiken Zentrum und einem der charaktervollsten Viertel Riminis. Am schönsten zeigt sich die Brücke von der Piazza sull'Acqua, dem Platz am Wasserbecken darunter. Besonders abends, wenn sich die Bögen im stillen Wasser spiegeln und das Borgo San Giuliano dahinter zu leuchten beginnt, entsteht ein Bild, das die römische Vergangenheit und das heutige Rimini zusammenführt. Der Besuch ist kostenfrei und lässt sich gut mit einem Spaziergang oder Essen im Borgo verbinden.
Besucher erwartet eine fast 2.000 Jahre alte römische Brücke mit fünf Bögen aus hellem istrischem Kalkstein, die heute Fußgängern und Radfahrern vorbehalten ist. Sie verbindet die Altstadt mit dem Borgo San Giuliano und lässt sich frei begehen. Vom Wasserbecken der Piazza sull'Acqua aus eröffnet sich der eindrucksvollste Blick auf das Bauwerk.
Unter Kaiser Augustus begonnen und 21 n. Chr. unter Tiberius vollendet, überspannte die Brücke den alten Arm des Marecchia und markierte den Anfangspunkt der Via Emilia. Fast zwei Jahrtausende lang trug sie den Verkehr dieser Konsularstraße. Die schräg zur Strömung gesetzten Pfeiler und die massiven Kalksteinbögen zeugen von der Ingenieurskunst der römischen Erbauer.
