Direkt vor der Brücke zur Altstadt steht die Fontana Greca, die lange als ältester Brunnen Italiens galt. Wer vom Festland in den Borgo Antico hinübergeht, kommt unweigerlich an ihr vorbei – sie ist der erste steinerne Gruß der Altstadt und ein beliebter Fotostopp am Weg ins historische Gallipoli. Der Beiname „griechischer Brunnen“ führt allerdings in die Irre. Tatsächlich stammt das Bauwerk wohl aus der Renaissance, wirkt mit seinen Karyatiden und Reliefs zu den Verwandlungsmythen von Dirce, Salmacis und Biblis aber wie ein Gruß aus der Antike. Diese Reliefs erzählen ovidische Geschichten von Verwandlung und Verwandlung – Figuren, die in Quellen, Pflanzen oder Felsen übergehen, ein passendes Bildprogramm für einen Brunnen. Die Karyatiden, weibliche Gewändefiguren als tragende Glieder, verstärken den antikisierenden Eindruck. Die Rückseite überrascht mit einem ganz anderen Gesicht: Hier trägt der Brunnen das Stadtwappen über einem barocken Aufsatz. So vereint die Fontana Greca mehrere Epochen in einem Denkmal – renaissancezeitlicher Kern, antikisierende Mythologie und barocke Überformung. Genau diese Vielschichtigkeit macht sie zu einem der eigenwilligsten Kleindenkmäler der Stadt. Der Besuch ist frei und schnell erledigt; der Brunnen steht im öffentlichen Raum am Brückenkopf. Am besten verbindet man ihn mit dem Übergang in die Altstadt: ein kurzer Halt vor den Reliefs, ein Blick auf die barocke Rückseite – und weiter über die Brücke zum Castello und in die Gassen des Borgo Antico.
Ein freistehendes Renaissance-Denkmal am Brückenkopf zur Altstadt, dessen Vorderseite mit Karyatiden und Reliefs zu antiken Verwandlungsmythen wie ein Gruß aus der Antike wirkt. Die Rückseite zeigt das Stadtwappen über einem barocken Aufsatz. Der Brunnen ist frei zugänglich, der Besuch kurz – ein Halt am Weg in den Borgo Antico.
Die Fontana Greca galt lange als ältester Brunnen Italiens und trägt deshalb ihren irreführenden Beinamen. Tatsächlich stammt das Bauwerk wohl aus der Renaissance. Die Reliefs der Vorderseite erzählen antike Verwandlungsmythen von Dirce, Salmacis und Biblis, während die Rückseite mit dem Stadtwappen über einem barocken Aufsatz eine spätere Überformung zeigt – ein Denkmal, das mehrere Epochen in sich vereint.
