Das Castello bewacht seit Jahrhunderten den Zugang zur Altstadt-Insel von Gallipoli: eine in byzantinischer Zeit begonnene, unter den Anjou und Aragón ausgebaute Festung, deren Mauern direkt aus dem Meer wachsen. Wer über die Brücke vom Festland kommt, steht unmittelbar vor den wuchtigen Rundtürmen – die Burg ist das Erste, was Gallipoli den Ankommenden entgegenstellt, und zugleich der Schlüssel zum Verständnis der Stadt als Seefestung. Vorgelagert liegt der Rivellino, ein freistehender runder Bastionsturm, der einst nur über das Wasser mit der Burg verbunden war. Diese Konstruktion zeigt, wie ernst die Verteidigung der Insel genommen wurde: Angreifer mussten gleich mehrere voneinander getrennte Werke überwinden. Die aragonesische Erweiterung gab dem Kastell seine heutige Gestalt mit den charakteristischen runden Ecktürmen, die das Bild der Stadt von der Seeseite prägen. Heute beherbergt das Kastell Ausstellungen und Veranstaltungen; von den Wehrgängen blickt man über Hafen, Brücke und Fischmarkt. Der Rundgang über die Mauern und durch die Innenräume verbindet die Architektur der Festung mit wechselnden Inhalten und macht das Castello zu mehr als einer reinen Kulisse. Für einen Besuch ist ein Ticket erforderlich. Das Castello eignet sich gut als Auftakt eines Altstadt-Rundgangs: Von hier aus erschließt sich die Lage der Insel, der Mauerring der Riviera und der Blick auf die vorgelagerte Isola di Sant'Andrea – bevor man in die Gassen des Borgo Antico eintaucht.
Ein Rundgang über die Wehrgänge und durch die Innenräume der Seefestung, deren Mauern aus dem Meer wachsen. Von den Mauern blickt man über Hafen, Brücke und Fischmarkt; im Inneren wechseln Ausstellungen und Veranstaltungen. Vorgelagert ist der freistehende runde Rivellino-Turm zu sehen, einst nur über das Wasser mit der Burg verbunden.
Die Festung wurde in byzantinischer Zeit begonnen, um die strategisch wichtige Insel und ihren Hafen zu sichern. Unter den Anjou und später den Aragón wurde sie ausgebaut; die aragonesische Erweiterung gab dem Kastell die charakteristischen runden Ecktürme. Der vorgelagerte Rivellino, einst nur über Wasser erreichbar, zeigt die gestaffelte Verteidigung der Seefestung, die den Zugang zum Borgo Antico über Jahrhunderte bewachte.
