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Castello di Gallipoli
Die Inselfestung am Brückenkopf mit dem freistehenden runden Rivellino – heute Ausstellungsort mit Blick über Hafen und Fischmarkt.
◆ STADTVIERTEL · GALLIPOLI
Das Borgo Antico ist Gallipolis Herz: eine komplett von Mauern und Meer umschlossene Altstadt auf einer Kalksteininsel, die nur eine Brücke mit dem Festland verbindet. In den engen Gassen drängen sich Barockkirchen, Fischerläden und Innenhöfe; an der Riviera ringsum schlägt das Ionische Meer direkt gegen die Bastionen.

Wer die Brücke aus dem 17. Jahrhundert überquert, wechselt die Zeit: Hinter dem Kastell mit seinem runden Rivellino beginnt ein Gassennetz, das sich seit Jahrhunderten kaum verändert hat. Die Insel war einmal eine der reichsten Kleinstädte des Königreichs Neapel – ihr Lampenöl, gepresst in unterirdischen Mühlen und gelagert in Zisternen unter den Häusern, beleuchtete die Straßen halber europäischer Hauptstädte. Aus diesem Reichtum wuchsen die Kathedrale Sant'Agata und die vielen Konfraternitätskirchen, deren Fassaden aus honigfarbenem Kalkstein heute zwischen Wohnhäusern aufblitzen.
Das Borgo Antico ist dabei nie zur Kulisse erstarrt. Am Seno del Canneto, gleich neben der Brücke, landen die Fischerboote ihren Fang an; am Mercato del Pesce unter dem Rivellino werden Seeigel aufgebrochen und Muscheln gewässert. Dazwischen: Werkstätten, Alimentari, Bars, in denen der caffè in ghiaccio mit Mandelmilch serviert wird – und immer wieder Durchblicke aufs Meer, das an keiner Stelle weiter als hundert Meter entfernt ist.
Der schönste Weg durchs Viertel ist der äußere: die Riviera, eine Promenade einmal rund um die Insel auf der alten Stadtmauer. Im Westen liegt ihr die kleine Spiaggia della Purità zu Füßen, im Süden blicken die Terrassen der Restaurants über das offene Meer, und am Abend versammelt sich halb Gallipoli an der Brüstung, wenn die Sonne hinter der Isola di Sant'Andrea versinkt.
01 · Highlights
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Die Inselfestung am Brückenkopf mit dem freistehenden runden Rivellino – heute Ausstellungsort mit Blick über Hafen und Fischmarkt.
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Der morgendliche Fischmarkt unter dem Rivellino: Seeigel, violette Gambas und der Tagesfang der Boote vom Seno del Canneto.
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Salentinischer Barock auf dem höchsten Punkt der Insel, innen mit Gemälden bedeckt wie eine Pinakothek.
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Einmal um die Insel auf der alten Stadtmauer – eine halbe Stunde zu Fuß, das Meer immer im Blick, abends mit Sonnenuntergang.
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Der kleine Stadtstrand direkt unter den Mauern – baden mit Barockkirche im Rücken.
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06 · Häufige Fragen
Praktisch nicht – die Gassen sind eng und größtenteils Anwohnern vorbehalten. Am besten parkt man auf dem Festland rund um den Hafen oder den Corso Roma und geht die wenigen Minuten über die Brücke zu Fuß.
Früh am Vormittag, wenn die Boote vom Seno del Canneto ihren Fang angelandet haben. Dann liegen Seeigel, gamberi viola und der Tagesfang frisch auf den Ständen unter dem Rivellino – ein Stück gelebtes Gallipoli, das man nicht verpassen sollte.
Ja, an der kleinen Spiaggia della Purità auf der Westseite der Insel, direkt unterhalb der Stadtmauern. Der Sandstreifen ist schmal und im Hochsommer schnell voll – morgens oder am späten Nachmittag ist es am schönsten.
Ein halber Tag reicht für Kastell, Kathedrale, Gassen und den Riviera-Rundweg. Mit Fischmarkt am Morgen, langem Mittagessen und Sonnenuntergang auf der Mauer wird daraus ein sehr guter ganzer Tag.
07 · In der Nähe
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