Etwas außerhalb der alten Mauern, im ruhigen Süden Comos, steht die Basilica di Sant'Abbondio – eines der bedeutendsten romanischen Bauwerke der gesamten Lombardei. Die fünfschiffige Basilika der Comer Bauschule wurde 1095 von Papst Urban II. geweiht und ist ein Hauptwerk der lombardischen Romanik. Wer sich für mittelalterliche Architektur interessiert, findet hier eines der lohnendsten und zugleich am wenigsten besuchten Ziele der Stadt. Charakteristisch sind die beiden schlanken Glockentürme zu Seiten des Chors – ein im Süden Europas seltenes, fast nordisch anmutendes Motiv, das der Kirche ihre unverwechselbare Silhouette gibt. Die strenge, klare Architektur der Comer Steinmetze, die im Mittelalter in ganz Europa gefragt waren, lässt sich hier besonders gut studieren. Im Inneren öffnet sich eine ungewöhnlich tiefe Apsis, in der ein Freskenzyklus aus dem 14. Jahrhundert das Leben Christi in leuchtenden Farben erzählt. Diese Malereien sind ein Höhepunkt des Besuchs und ein seltenes Zeugnis mittelalterlicher Wandmalerei in dieser Erhaltung. Der weite, schlichte Kirchenraum verstärkt die Wirkung der farbigen Apsis. Der Fußweg vom Zentrum dauert rund eine Viertelstunde – und kaum ein Besucher macht ihn, ein Fehler, denn gerade die Ruhe abseits der Touristenströme gehört zum Reiz dieses Ortes. Der Eintritt ist frei. Wer die Romanik und das mittelalterliche Como kennenlernen will, sollte sich den kurzen Weg in den Süden der Stadt nicht entgehen lassen; die Kleiderordnung einer aktiven Kirche ist zu beachten.
Eine fünfschiffige romanische Basilika mit der strengen, klaren Architektur der Comer Bauschule und zwei schlanken Glockentürmen, die ihr eine fast nordische Silhouette geben. Im Inneren öffnet sich eine ungewöhnlich tiefe Apsis mit einem farbigen Freskenzyklus des 14. Jahrhunderts. Die ruhige Lage im Süden der Stadt macht den Besuch zu einem stillen Kontrast zur belebten Altstadt.
Die Basilica di Sant'Abbondio wurde 1095 von Papst Urban II. geweiht und gehört zu den Hauptwerken der lombardischen Romanik. Errichtet von der Comer Bauschule, deren Steinmetze im Mittelalter europaweit tätig waren, erhielt sie ihre charakteristischen zwei Glockentürme. Der Freskenzyklus in der Apsis entstand im 14. Jahrhundert.
