In der mittelalterlichen Via Vitani gelegen, ist die Osteria del Gallo das Gegenteil von Seepromenaden-Gastronomie. Statt großer Terrassen mit Seeblick gibt es hier ein paar Holztische zwischen Weinregalen, eine kleine, täglich wechselnde Karte und Klassiker der lombardischen Küche – genau die Sorte Lokal, in der man das Como der Einheimischen findet.
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Auf den Tisch kommen hausgemachte Pasta, Salumi und lombardische Schmorgerichte, je nach Tag und Angebot. Die Karte ist bewusst kurz, weil hier nach Saison und Markt gekocht wird; was es gibt, sagt oft die Bedienung an. Diese Einfachheit ist Programm: Es geht um ehrliche regionale Küche zu fairen Preisen, nicht um Inszenierung.
Mittags füllt sich der kleine Raum mit Comaschi aus den umliegenden Büros und Werkstätten – ein verlässliches Zeichen dafür, dass hier richtig gegessen wird. Der Charakter einer echten Osteria, das Stimmengewirr und die enge, vollbesetzte Atmosphäre gehören zum Erlebnis. Wer den touristischen Trubel der Uferzeile gegen den Alltag der Stadt eintauschen will, ist hier richtig.
Da die Plätze begrenzt sind, lohnt es sich, früh zu kommen oder zu reservieren – gerade mittags. Die Lage in der Via Vitani, einer der schönsten mittelalterlichen Gassen der Altstadt, macht den Besuch zusätzlich zum kleinen Spaziergang durch das alte Como. Konkrete Preise und Öffnungszeiten ändern sich und sollten direkt erfragt werden.