Comos Altstadt erzählt auf einem einzigen Quadratkilometer zwei Jahrtausende Geschichte – und eine geführte Altstadtführung macht diese Schichten sichtbar. Die Rundgänge folgen dem römischen Straßenraster der Città Murata, dem ummauerten Kern, den die Römer als Novum Comum anlegten und dessen rechtwinklige Gassen bis heute das Stadtbild prägen. Wer ohne Führung durch die Altstadt geht, übersieht leicht, wie viel von dieser antiken Ordnung erhalten ist. Die Touren halten an den großen Bauten der Stadt: am Dom mit seiner Marmorfassade, am angrenzenden Broletto, dem mittelalterlichen Rathaus mit gestreifter Front, und an der romanischen Basilika San Fedele mit ihrem archaischen Portal. Dazwischen biegen die Rundgänge zu den Schauplätzen der Seidenindustrie ab, die Como über Jahrhunderte reich und international bekannt gemacht hat – ein Kapitel, das die Stadt bis heute prägt. Viele Führungen enden am Seeufer, bei Tempio Voltiano und der Skulptur Life Electric, die beide an den Physiker Alessandro Volta erinnern, oder vor Giuseppe Terragnis Casa del Fascio, einer Ikone des italienischen Rationalismus der 1930er-Jahre. So spannt der Rundgang den Bogen von der Antike über Mittelalter und Industriegeschichte bis zur modernen Architektur. Klassische Stadtführungen dauern rund zwei Stunden und laufen gemütlich, ohne anspruchsvolle Strecken. Sie eignen sich besonders gut für den ersten Tag in Como, um sich zu orientieren und die wichtigsten Orte einordnen zu können. Anbieter, Sprachen, Treffpunkte und Preise unterscheiden sich; Details und Verfügbarkeit sollten vorab geklärt werden.
Bequeme Schuhe für gepflasterte Gassen






























