Basilica di Sant'Apollinare Nuovo

Basilica di Sant'Apollinare Nuovo

Um 500 unter Theoderich erbaute Palastkirche mit zwei langen Mosaikprozessionen von Märtyrern und Jungfrauen sowie einem der ältesten erhaltenen Mosaikzyklen zum Leben Jesu.

Um 500 unter dem Ostgotenkönig Theoderich als Palastkirche erbaut, zeigt die Basilica di Sant'Apollinare Nuovo an den Wänden des Mittelschiffs zwei lange Mosaikprozessionen: Märtyrer auf der einen, Jungfrauen mit den Heiligen Drei Königen auf der anderen Seite, die sich über leuchtendem Goldgrund Christus und Maria nähern. Es ist ein Bild von feierlicher Strenge, das den Blick die ganze Länge des Kirchenschiffs entlangführt – ein Zug aus gekrönten Heiligen, der scheinbar kein Ende nimmt. Darüber, in den oberen Wandzonen, hat sich einer der ältesten erhaltenen Mosaikzyklen zum Leben Jesu erhalten. In einzelnen Szenen erzählt er von Wundern, Gleichnissen und der Passion – ein bildgewordenes Evangelium aus der Zeit der Ostgoten, das die Bildsprache der Spätantike in seltener Vollständigkeit bewahrt. Wer genau hinsieht, entdeckt feine Unterschiede im Stil zwischen den Zonen, die von der wechselvollen Baugeschichte erzählen. Ein berühmtes Detail findet sich im sogenannten Palatium-Mosaik: An den Säulen sind noch einzelne Hände der später getilgten gotischen Hofleute zu erkennen. Nach Theoderichs Tod und der byzantinischen Rückeroberung wurden die arianischen Ostgoten aus dem Bild entfernt – doch die Mosaizisten übersahen oder beließen einzelne Hände an den Säulen. Diese Geisterhände sind ein stilles Zeugnis der religiösen und politischen Umbrüche, die Ravenna im 6. Jahrhundert prägten. Die Basilika gehört zum UNESCO-Welterbe der frühchristlichen Monumente Ravennas. Sie liegt zentral und lässt sich gut in einen Mosaikenrundgang mit San Vitale, Galla Placidia und dem Battistero Neoniano einbinden – als eines jener Bauwerke, in denen sich Kunstgeschichte und Machtgeschichte unmittelbar überlagern.

★ travelperfect Special · Sehenswürdigkeit

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Sakralbau
Typ

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten

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Beste Besuchszeit
Am besten am Vormittag oder frühen Nachmittag, wenn das Tageslicht den Goldgrund der Mosaiken zum Leuchten bringt. Als zentral gelegenes Monument lässt sich die Basilika gut in einen Mosaikenrundgang mit San Vitale, Galla Placidia und dem Battistero Neoniano einbinden. Außerhalb der Stoßzeiten der Hauptsaison ist es deutlich ruhiger.
01Foto-Tipp 1

Die Prozessionen über die ganze Länge des Schiffs aufnehmen, um den Zug der Heiligen zu zeigen.

02Foto-Tipp 2

Die Geisterhände am Palatium-Mosaik per Teleobjektiv im Detail festhalten.

03Foto-Tipp 3

Auf Blitz verzichten, das Tageslicht reicht für den Goldgrund.

04Foto-Tipp 4

Den Jesus-Zyklus in den oberen Wandzonen einzeln dokumentieren.

Sehenswürdigkeit

Battistero Neoniano

Wenige Gehminuten entfernt, mit dem Kuppelmosaik der Taufe Christi – Teil desselben Rundgangs.

Restaurant

Ca' de Vèn

Zentral in der Nähe gelegen, ideal für eine romagnolische Stärkung nach dem Mosaikenbesuch.

Um 500 unter Theoderich als Palastkirche erbaut

Zwei lange Mosaikprozessionen von Märtyrern und Jungfrauen auf Goldgrund

Einer der ältesten erhaltenen Mosaikzyklen zum Leben Jesu

Palatium-Mosaik mit den getilgten „Geisterhänden“ der Ostgoten

Zeugnis der byzantinischen Umarbeitung nach Theoderichs Tod

UNESCO-Welterbe im Zentrum Ravennas

01Tipp 1

Auf die einzelnen Hände an den Säulen des Palatium-Mosaiks achten – Spuren der Tilgung.

02Tipp 2

Den Blick einmal die ganze Länge der Prozessionen entlangführen lassen.

03Tipp 3

Gut in einen Mosaikenrundgang mit San Vitale und Galla Placidia einbinden.

04Tipp 4

Ein Kombiticket für die fünf Hauptmonumente nutzen.

Was ist in Sant'Apollinare Nuovo zu sehen?

An den Wänden des Mittelschiffs ziehen zwei lange Mosaikprozessionen entlang: Märtyrer auf der einen, Jungfrauen mit den Heiligen Drei Königen auf der anderen Seite, hin zu Christus und Maria. Darüber hat sich einer der ältesten erhaltenen Mosaikzyklen zum Leben Jesu erhalten.

Was hat es mit den „Geisterhänden“ auf sich?

Im Palatium-Mosaik sind an den Säulen noch einzelne Hände der gotischen Hofleute zu erkennen, die nach Theoderichs Tod bei der byzantinischen Umarbeitung getilgt wurden. Die übersehenen Hände bezeugen die religiösen und politischen Umbrüche des 6. Jahrhunderts.

Wer ließ Sant'Apollinare Nuovo erbauen?

Die Kirche wurde um 500 unter dem Ostgotenkönig Theoderich als Palastkirche errichtet. Nach der byzantinischen Rückeroberung wurde der Mosaikschmuck teilweise umgearbeitet.

Gehört Sant'Apollinare Nuovo zum UNESCO-Welterbe?

Ja, die Basilika ist Teil der frühchristlichen Monumente Ravennas, die gemeinsam zum UNESCO-Welterbe zählen. Sie liegt zentral und lässt sich gut mit den anderen Mosaiken-Monumenten verbinden.

Braucht man ein Ticket?

Ja, für den Besuch ist ein Ticket erforderlich, meist im Kombiticket der Hauptmonumente enthalten. Aktuelle Preise und Öffnungszeiten prüfen Sie am besten direkt vor Ort.

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Erreichbar zu Fuß ab Basilica di Sant'Apollinare Nuovo.

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