In den Kochstudios und Privatküchen der Altstadt lernt man die cucina leccese mit den Händen. Unter Anleitung erfahrener Köchinnen und Köche entstehen frische Orecchiette, jene kleinen "Öhrchen", die mit dem Daumen über das Brett gezogen werden, sowie sagne 'ncannulate, die gedrehte Bandnudel des Salento. Dazu lernt man Saucen aus sonnengereiften Tomaten und Gemüse der Region kennen – die apulische Küche ist von Natur aus gemüsebetont und einfach, lebt aber von der Qualität ihrer Zutaten. Den Abschluss bildet meist der Pasticciotto, das Mürbeteigtörtchen mit Vanillecreme, das Lecces Frühstückskultur prägt. Wer es einmal selbst geformt und gefüllt hat, versteht, warum die Stadt morgens nach frischem Gebäck duftet. Manche Kurse beziehen auch die Pummarola, die hausgemachte Tomatensauce, oder typische Vorspeisen wie pittule mit ein. Gegessen wird gemeinsam: Was über zwei, drei Stunden entstanden ist, kommt am Ende auf den Tisch, begleitet von einem lokalen Wein – oft einem Primitivo oder Negroamaro aus dem Salento. Diese gemeinsame Tafel ist kein Beiwerk, sondern Kern der Erfahrung, denn die süditalienische Küche ist immer auch Geselligkeit. Es ist ein halber Tag, der das Verständnis für die Region nachhaltiger schärft als jedes Restaurant-Dinner. Man nimmt nicht nur ein Rezept mit, sondern die Handgriffe und das Gefühl für den Teig. Die meisten Kurse eignen sich für alle Erfahrungsstufen, auch für Familien; Vorkenntnisse sind nicht nötig. Eine Reservierung ist sinnvoll, da die Gruppen klein gehalten werden.
Zutaten und Küchenausstattung






























