Wenige Kilometer südwestlich der Altstadt liegt der Parco Archeologico di Rudiae: die Ausgrabung der messapischen und später römischen Stadt, in der um 239 v. Chr. der Dichter Quintus Ennius geboren wurde. Während Lecce vor allem für seinen Barock bekannt ist, führt Rudiae in eine weit ältere Schicht der Geschichte – an einen Ort, der schon Jahrhunderte vor den barocken Kirchen besiedelt war. Herzstück des Parks ist das bei jüngeren Grabungen freigelegte Amphitheater aus der Kaiserzeit, das lange unter der Erde verborgen lag. Dazu kommen Straßen, Mauerzüge und Heiligtümer zwischen Olivenbäumen, die ein Bild der antiken Stadtanlage vermitteln. Anders als an den großen Touristenzielen der Region geht es hier ruhig zu: Rudiae ist ein Ort für alle, die Geschichte ohne Gedränge erleben wollen. Die Verbindung zu Quintus Ennius gibt dem Ort eine besondere Bedeutung. Ennius gilt als Vater der römischen Dichtung; dass er hier, im äußersten Süden Italiens, geboren wurde, zeigt, wie weit die kulturellen Wurzeln Roms reichten. Diese literarhistorische Dimension macht Rudiae über seine sichtbaren Reste hinaus interessant. Besucht wird der Park in der Regel bei geführten Rundgängen zu festen Terminen, da er nicht durchgehend frei zugänglich ist und für den Besuch in der Regel ein Ticket benötigt wird. Vorab informieren ist daher ratsam. Festes Schuhwerk und Sonnenschutz sind sinnvoll, denn das Gelände zwischen den Olivenbäumen bietet wenig Schatten und unebenen Boden. Der Besuch lässt sich gut mit dem nahen Lecce zu einem halben Tag verbinden.
Ein ruhiger Archäologiepark zwischen Olivenbäumen mit dem freigelegten Amphitheater aus der Kaiserzeit als Herzstück, dazu Straßen, Mauerzüge und Heiligtümer der messapisch-römischen Stadt. Besucht wird der Park meist bei geführten Rundgängen zu festen Terminen; in der Regel ist ein Ticket nötig. Ein Ort für alle, die antike Geschichte ohne Gedränge erleben möchten.
Rudiae begann als messapische Siedlung und wuchs in römischer Zeit zur Stadt. Um 239 v. Chr. wurde hier der Dichter Quintus Ennius geboren, der als Vater der römischen Dichtung gilt. Das Amphitheater aus der Kaiserzeit lag lange verborgen und wurde erst bei jüngeren Grabungen freigelegt.
