Santa Maria delle Scale steht an der Nahtstelle zwischen Ragusa Superiore, der Oberstadt, und Ragusa Ibla, dem tiefer gelegenen Altstadtkern. Sie gehört zu den wenigen Kirchen, die das Erdbeben von 1693 teilweise überstanden haben. Das macht sie kunsthistorisch besonders: Im Inneren mischen sich gotisch-katalanische Bögen aus der Zeit vor der Katastrophe mit barocken Kapellen, die beim Wiederaufbau hinzukamen. Diese Verbindung zweier Epochen ist in der ansonsten durchgängig barocken Stadt eine Seltenheit. Berühmt ist die Kirche aber vor allem für die Terrasse vor ihr. Von hier fällt der Blick über die gestaffelten Dächer von Ragusa Ibla, das sich auf seinem Felsrücken unterhalb der Oberstadt ausbreitet, bis hinüber zur Kuppel der Kathedrale San Giorgio. Diese Ansicht gilt als das klassische Postkartenmotiv Ragusas und zeigt die Stadt in ihrer ungewöhnlichen Lage über zwei Ebenen. Am schönsten ist der Ausblick zur blauen Stunde, wenn das Tageslicht weicht und die Beleuchtung der Altstadt einsetzt. Dann zeichnen sich die Dächer und die Kuppel vor dem dämmernden Himmel ab. Der Aussichtspunkt ist frei zugänglich und einer der meistfotografierten Orte der Stadt. Gleich neben der Kirche beginnen die rund 340 Stufen, die von der Oberstadt hinunter nach Ragusa Ibla führen. Wer den Abstieg auf sich nimmt, gelangt direkt in den barocken Kern der Unterstadt. Die Treppe ist zugleich die historische Verbindung zwischen den beiden Stadtteilen und ein Erlebnis für sich, da sie den Höhenunterschied der zerklüfteten Stadtlage erfahrbar macht.
Dich erwartet einer der schönsten Aussichtspunkte Siziliens: Von der Terrasse vor der Kirche blickst du über die gestaffelten Dächer von Ragusa Ibla bis zur Kuppel von San Giorgio – das Postkartenmotiv der Stadt. Im Inneren der Kirche stehen gotisch-katalanische Bögen neben barocken Kapellen. Direkt nebenan beginnen rund 340 Stufen hinunter in die Altstadt. Aussichtsterrasse und Kirche sind in der Regel kostenfrei zugänglich.
Santa Maria delle Scale gehört zu den wenigen Bauten Ragusas, die das Erdbeben von 1693 teilweise überstanden. Dadurch blieben gotisch-katalanische Bauelemente aus der Zeit vor der Katastrophe erhalten, die beim Wiederaufbau mit barocken Kapellen ergänzt wurden. Die Kirche markiert die historische Nahtstelle zwischen der neu errichteten Oberstadt und dem an alter Stelle wiederaufgebauten Ragusa Ibla.
