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Cattedrale di San Giovanni Battista
Die Hauptkirche der Oberstadt: breite Barockfassade über einer Terrasse, innen drei Schiffe voller Stuck und Gold.
◆ STADTVIERTEL · RAGUSA
Ragusa Superiore ist die jüngere der beiden Barockstädte: nach 1693 planmäßig im Schachbrett auf dem Plateau angelegt. Hier lebt das alltägliche Ragusa – mit der mächtigen Cattedrale di San Giovanni Battista, den Einkaufsstraßen Corso Italia und Via Roma und drei Brücken über der tiefen Vallata Santa Domenica. Von der Terrasse an Santa Maria delle Scale fällt der berühmteste Blick der Stadt auf das Dächermeer von Ibla.

Während der Adel Ibla wiederaufbaute, wagte das aufstrebende Bürgertum nach 1693 den Neuanfang: Auf dem Hochplateau westlich des alten Sporns entstand eine planmäßige Stadt mit geraden Straßenzügen, die sich an den Hang staffeln. Ihr Mittelpunkt wurde die Cattedrale di San Giovanni Battista, deren breite Fassade aus honigfarbenem Kalkstein sich über einer Terrasse mitten im Zentrum erhebt – ein selbstbewusstes Gegenstück zu San Giorgio unten in Ibla. Bis 1926 blieben die beiden Ragusas tatsächlich getrennte Gemeinden.
Ragusa Superiore ist bis heute die Stadt des Alltags: Auf dem Corso Italia und der Via Roma reihen sich Geschäfte, Cafés und Jugendstilfassaden, am Abend zieht der Korso vorbei. Nach Westen bricht das Plateau in die Vallata Santa Domenica ab – überspannt von drei Brücken aus drei Epochen, allen voran dem Ponte dei Cappuccini aus dem 19. Jahrhundert. Nicht umsonst nennt man Ragusa die Stadt der Brücken.
Der größte Schatz der Oberstadt aber ist ihr Blick: Wo die Gassen am Osthang in Treppen übergehen, steht Santa Maria delle Scale – und von der Terrasse daneben liegt dir ganz Ibla zu Füßen, vom Kuppeltambour San Giorgios bis zu den gestaffelten Dächern. Wer einmal zur blauen Stunde hier stand, versteht, warum dieses Panorama auf so vielen Sizilien-Titelbildern auftaucht.
01 · Highlights
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Die Hauptkirche der Oberstadt: breite Barockfassade über einer Terrasse, innen drei Schiffe voller Stuck und Gold.
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Die Lebensadern von Ragusa Superiore – Geschäfte, Cafés und der abendliche Korso zwischen Jugendstil- und Barockfassaden.
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Ponte dei Cappuccini, Ponte Nuovo und Ponte Giovanni XXIII überspannen die grüne Vallata Santa Domenica – mit Tiefblick.
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Der Postkartenblick auf das Dächermeer von Ibla – Startpunkt der rund 340 Stufen hinunter in die Altstadt.
02 · Sehenswürdigkeiten
03 · Essen & Trinken
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04 · Hotels
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Nach dem Erdbeben von 1693 baute der Adel die alte Stadt Ibla auf ihrem mittelalterlichen Grundriss wieder auf, während das Bürgertum auf dem Plateau daneben ein planmäßiges, neues Ragusa errichtete. Beide blieben lange eigenständige Gemeinden und wurden erst 1926 wieder vereint – die doppelte Stadtanlage ist heute Teil des UNESCO-Welterbes.
Die Cattedrale di San Giovanni Battista mit ihrem Vorplatz, ein Bummel über Corso Italia und Via Roma, der Spaziergang zu den drei Brücken über der Vallata Santa Domenica – und natürlich die Aussichtsterrasse an Santa Maria delle Scale mit dem berühmten Blick auf Ibla.
Von der Terrasse neben der Kirche Santa Maria delle Scale, am oberen Ende der Treppen zwischen den beiden Stadthälften. Besonders lohnend ist die blaue Stunde, wenn die Fassaden von Ibla angestrahlt werden; auch entlang der Salita Commendatore öffnen sich immer wieder Panoramen.
Ja, vor allem praktisch: Bahnhof, Busse, Parkplätze und Geschäfte liegen hier, die Preise sind meist günstiger als in Ibla. Dafür ist die Atmosphäre alltäglicher – wer das barocke Bühnenbild direkt vor der Tür will, wohnt unten in Ibla und nimmt dafür etwas Logistik in Kauf.
07 · In der Nähe
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