Über einer dreiläufigen Freitreppe erhebt sich die Kathedrale San Nicolò als Mittelpunkt des barocken Stadtbilds von Noto. Sie steht am zentralen Platz des Corso Vittorio Emanuele und ist das wichtigste Bauwerk einer Stadt, die nach dem Erdbeben von 1693 vollständig neu geplant wurde. Ihre Fassade aus honigfarbenem Kalkstein und die breite, geschwungene Treppe gehören zu den meistfotografierten Motiven Siziliens, besonders im warmen Abendlicht, wenn der Stein zu leuchten scheint. Die jüngere Geschichte der Kathedrale ist von einer Katastrophe und ihrer Überwindung geprägt. 1996 stürzte die Kuppel zusammen mit Teilen des Kirchenschiffs ein – ein schwerer Verlust für die Stadt und ihr Wahrzeichen. Der originalgetreue Wiederaufbau dauerte bis 2007 und gilt heute als Meisterleistung der Restaurierung. Wer die Kathedrale heute sieht, erkennt kaum, dass ein erheblicher Teil des Bauwerks erst vor wenigen Jahren neu errichtet wurde. Der Kontrast zwischen außen und innen ist auffällig. Während die Fassade die ganze Pracht des sizilianischen Barocks zeigt, empfängt der Innenraum die Besucher als heller, fast nüchterner Raum. Diese Zurückhaltung ist teils der Geschichte des Wiederaufbaus geschuldet und teils gewollt – sie lenkt den Blick auf die Architektur selbst statt auf überbordende Ausstattung. Die Kathedrale ist frei zugänglich und sollte bei keinem Besuch Notos fehlen. Sie eignet sich als Ausgangspunkt für einen Rundgang über den Corso ebenso wie als Ziel für den späten Nachmittag, wenn das Licht die Treppe und die Fassade besonders zur Geltung bringt. Bei Gottesdiensten ist auf angemessenes Verhalten und Kleidung zu achten.
Die Kathedrale erhebt sich über einer breiten, dreiläufigen Freitreppe am zentralen Platz des Corso. Außen zeigt sich die volle Pracht der barocken Fassade aus honigfarbenem Kalkstein, innen ein heller, fast nüchterner Raum. Der Besuch ist frei zugänglich und lässt sich gut mit einem Rundgang über den Corso verbinden.
Die Kathedrale entstand im Zuge des barocken Wiederaufbaus von Noto nach dem Erdbeben von 1693, das den gesamten Südosten Siziliens verwüstete. 1996 stürzte ihre Kuppel zusammen mit Teilen des Kirchenschiffs ein. Der originalgetreue Wiederaufbau zog sich bis 2007 hin und gilt als bedeutende Restaurierungsleistung.
