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Cattedrale di San Nicolò
Die barocke Bischofskirche über der großen Freitreppe – ihre 1996 eingestürzte Kuppel wurde bis 2007 originalgetreu wiederaufgebaut.
◆ STADTVIERTEL · NOTO
Zwischen Porta Reale und Piazza XVI Maggio entfaltet sich Notos Prachtmeile: der Corso Vittorio Emanuele mit der Kathedrale über ihrer Freitreppe, dem Rathaus im Palazzo Ducezio und den berühmten Balkonen des Palazzo Nicolaci in der Seitengasse. Hier konzentriert sich fast alles – Pasticcerien, Boutique-Hotels in Adelspalästen und abends das golden angestrahlte Bühnenbild des sizilianischen Barocks.

Als Noto nach dem Erdbeben von 1693 neu gezeichnet wurde, bekam die Unterstadt die Hauptrolle: Hier reihten Kirche und Adel ihre Bauten entlang einer schnurgeraden Achse auf, unterbrochen von drei Plätzen, die wie Akte einer Oper aufeinander folgen. Durch die Porta Reale, das klassizistische Stadttor von 1838, betrittst du den Corso Vittorio Emanuele und gehst von der Freitreppe von San Francesco über die Piazza Municipio bis zur Piazza XVI Maggio mit der geschwungenen Fassade von San Domenico und dem kleinen Stadttheater Tina Di Lorenzo.
Das Zentrum des Ensembles ist die Piazza Municipio: oben die Kathedrale San Nicolò über ihrer dreiläufigen Treppe, unten der Palazzo Ducezio mit seinem Arkadenkranz, dem Spiegelsaal und der Dachterrasse. Eine Quergasse weiter beginnt die Via Nicolaci, deren Balkonkonsolen – Sirenen, Löwen, Pferde, groteske Gesichter – zum Inbegriff des sizilianischen Barocks geworden sind. Den besten Blick über das Ganze hat, wer die enge Wendeltreppe auf den Glockenturm der Chiesa di San Carlo steigt.
Tagsüber gehört der Corso den Besuchern, doch die schönsten Stunden sind die Ränder des Tages: morgens, wenn das Caffè Sicilia die erste Mandelgranita ausgibt und die Treppen noch leer sind, und abends, wenn das Anstrahllicht den Kalkstein zum Glühen bringt und die Passeggiata beginnt. Im Hochsommer lohnt die Siesta – die Mittagshitze auf dem schattenfreien Corso ist nicht zu unterschätzen.
01 · Highlights
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Die barocke Bischofskirche über der großen Freitreppe – ihre 1996 eingestürzte Kuppel wurde bis 2007 originalgetreu wiederaufgebaut.
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Adelspalast mit den berühmtesten Balkonen Siziliens; im Mai wird die Via Nicolaci davor zum Blütenteppich der Infiorata.
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Das Rathaus von Vincenzo Sinatra mit Arkadenkranz, Spiegelsaal und einer Dachterrasse gegenüber der Kathedrale.
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Über eine enge Wendeltreppe hinauf zum besten Blick auf Kathedrale, Kuppeln und den Corso.
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Corrado Assenzas legendäre Pasticceria von 1892 – Mandelgranita mit Brioche ist das Frühstück der Stadt.
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Der Corso Vittorio Emanuele und die wichtigsten Gassen sind weitgehend verkehrsberuhigt; tagsüber gehört die Achse den Fußgängern. Wer mit dem Auto kommt, parkt am Rand der Altstadt, etwa im Umfeld der Porta Reale, und erkundet alles Weitere zu Fuß – die Distanzen sind kurz.
Ja. Die Kathedrale ist tagsüber frei zugänglich, im Palazzo Ducezio kosten Spiegelsaal und Dachterrasse Eintritt, ebenso die Prunkräume des Palazzo Nicolaci. Vor Ort werden teils Kombitickets für mehrere Häuser und Türme angeboten – nachfragen lohnt sich.
In der goldenen Stunde vor Sonnenuntergang, wenn die tiefstehende Sonne die Fassaden direkt anstrahlt – und abends, wenn die Beleuchtung den Kalkstein bernsteinfarben glühen lässt. Fotografen kommen zusätzlich früh am Morgen, wenn Treppen und Gassen noch leer sind.
Vom Glockenturm der Chiesa di San Carlo direkt am Corso: Die enge Wendeltreppe endet auf Höhe der Kuppeln, mit der Kathedrale zum Greifen nah. Eine bequemere Alternative ist die Dachterrasse des Palazzo Ducezio gegenüber der Domtreppe.
07 · In der Nähe
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