Ab 1590 entstand auf dem bewaldeten Hügel über Orta San Giulio ein „Heiliger Berg“, dessen zwanzig Kapellen mit Fresken und lebensgroßen Terrakottafiguren das Leben des heiligen Franz von Assisi nacherzählen. Als einziger der Sacri Monti ist der Sacro Monte di Orta ganz diesem Heiligen gewidmet – eine Besonderheit unter den heiligen Bergen Norditaliens. Die Anlage ist als Andachts- und Pilgerweg konzipiert: Wer dem Pfad folgt, geht von Kapelle zu Kapelle und durchschreitet so Szene für Szene die Lebensgeschichte des Franziskus. Die Terrakottafiguren in Lebensgröße und die umgebenden Fresken verbinden Kunst und Frömmigkeit zu begehbaren Bildräumen, wie sie für die Sacri Monti der Region typisch sind. Seit 2003 gehört der Sacro Monte di Orta mit acht weiteren heiligen Bergen des Piemont und der Lombardei zum UNESCO-Welterbe. Der frei zugängliche Rundweg führt durch alten Baumbestand und öffnet zwischen den Kapellen immer wieder Aussichtsbalkone auf den Ortasee und die Klosterinsel Isola San Giulio – die Verbindung aus Andacht und Landschaft macht den Ort aus. Der Sacro Monte ist auch literarisch verewigt: Friedrich Nietzsche hielt seinen Spaziergang mit Lou Salomé hier 1882 als „Stunde am Monte Sacro“ fest. Der Weg lässt sich von der Altstadt aus zu Fuß angehen; wer ihn mit einem Rundgang durch Orta verbindet, sollte einige Stunden einplanen. Der Eintritt ist frei, der Park ganzjährig zugänglich.
Du folgst einem Rundweg durch alten Baumbestand und gehst von Kapelle zu Kapelle: Zwanzig Stationen erzählen mit Fresken und lebensgroßen Terrakottafiguren das Leben des heiligen Franz von Assisi. Zwischen den Kapellen öffnen Aussichtsbalkone den Blick auf den Ortasee und die Isola San Giulio. Der Park ist frei zugänglich und verbindet Andacht, Kunst und Landschaft.
Ab 1590 entstand auf dem Hügel über Orta der Heilige Berg mit zwanzig Kapellen, die als einzige der Sacri Monti ganz dem heiligen Franz von Assisi gewidmet sind. Seit 2003 gehört der Sacro Monte di Orta mit acht weiteren heiligen Bergen des Piemont und der Lombardei zum UNESCO-Welterbe. Friedrich Nietzsche verewigte seinen Spaziergang mit Lou Salomé hier 1882 als „Stunde am Monte Sacro“.
