Villa Crespi ist ein 5-Sterne-Luxushotel ab 450 € pro Nacht.
Der Baumwollhändler Cristoforo Benigno Crespi ließ sich die Villa Crespi 1879 als orientalische Fantasie an den Ortsrand von Orta San Giulio bauen. Mit Minarett-Turm, Stuckarabesken und kunstvoll verzierten Decken erinnert das Haus eher an einen maurischen Palast als an eine norditalienische Sommerresidenz – ein Bau, der schon von außen aus dem Rahmen fällt.
Heute führen der neapolitanische Spitzenkoch Antonino Cannavacciuolo und seine Frau Cinzia das Haus als Mitglied von Relais & Châteaux. Es gibt nur wenige, individuell eingerichtete Zimmer und Suiten, sodass das Hotel klein und persönlich bleibt. Gefrühstückt wird unter maurischen Bögen, und die Architektur der Gründerzeit – Bögen, Intarsien, verzierte Decken – prägt jeden Aufenthaltsraum.
Das Restaurant im Erdgeschoss ist der Grund, aus dem viele Gäste überhaupt an den Ortasee reisen: Cannavacciuolos Küche hält drei Michelin-Sterne und zählt damit zur absoluten Spitze Italiens. Wer im Haus übernachtet, hat den kurzen Weg vom Tisch ins Zimmer – ein Vorteil nach einem langen Degustationsmenü, das mit Vorlauf reserviert werden muss.
Trotz der Lage am Ortsrand ist die Altstadt von Orta in wenigen Gehminuten erreicht. Die Piazza Motta mit ihren Arkaden, der Bootsanleger zur Isola San Giulio und die Gassen rund um die Via Olina liegen nah genug für einen Abendspaziergang, während die Villa selbst genug Abstand zum Trubel hält, um Ruhe zu bieten. Wer den Lago d'Orta von seiner exklusivsten Seite erleben will, findet hier eine Adresse, die Architektur, Service und Küche auf einem Niveau verbindet, das am See seinesgleichen sucht.
