Drei Seiten Arkaden, Cafétische und pastellfarbene Fassaden – die vierte Seite der Piazza Motta ist der See selbst, mit der Isola San Giulio als Kulisse. Dieser ungewöhnliche Grundriss, bei dem ein Platz direkt am Wasser endet und sich zur Klosterinsel öffnet, macht die Piazza Motta zum Mittelpunkt von Orta San Giulio. In der Mitte des Platzes steht der Palazzotto von 1582, das winzige frescogeschmückte Rathaus der alten Riviera di San Giulio – jenes kleinen Territoriums am See, das jahrhundertelang weitgehende Selbstverwaltung genoss. Der Bau mit seiner offenen Loggia und der Außentreppe ist das meistfotografierte Gebäude des Ortes und gibt dem Platz seinen historischen Kern. Die Piazza ist kein Museum, sondern ein lebendiger Treffpunkt. Vom Anleger legen die Boote zur Isola San Giulio ab; mittwochs zieht der traditionsreiche Wochenmarkt über das Pflaster; abends gehört der Platz dem Aperitivo, wenn die Cafés und Bars unter den Arkaden ihre Tische füllen. Je nach Tageszeit wechselt der Charakter zwischen geschäftig und ruhig. Die Piazza Motta zählt zu den schönsten Plätzen Norditaliens und ist der natürliche Anfang und Endpunkt jedes Tages in Orta. Von hier startet die Bootsfahrt zur Klosterinsel, hier münden die Gassen der Via Olina, und hier kehrt man am Abend zurück, wenn die Tagesgäste fort sind und das Licht der Insel über das Wasser wandert. Der Eintritt ist frei, der Platz jederzeit zugänglich.
Du stehst auf einem Platz, der an drei Seiten von Arkaden mit Cafés und pastellfarbenen Fassaden gerahmt wird, während die vierte Seite offen zum See liegt – mit der Isola San Giulio direkt gegenüber. In der Mitte erhebt sich der Palazzotto von 1582. Vom Anleger legen die Boote zur Insel ab. Je nach Tageszeit ist der Platz geschäftig (Markt, Mittag) oder ruhig (früher Morgen, Abend).
Der Palazzotto in der Platzmitte wurde 1582 als Sitz des Rates der Riviera di San Giulio errichtet, jenes kleinen Territoriums am See, das unter den Fürstbischöfen von Novara jahrhundertelang weitgehende Selbstverwaltung genoss. Die Piazza war damit Verwaltungs- und Marktmittelpunkt der Riviera und ist es als Treffpunkt bis heute geblieben.
