In der schmalen Via Bersani in Orta San Giulio drängen sich ein paar Tische in ein Gewölbe aus dem 16. Jahrhundert: Al Boeuc ist Enoteca, Wohnzimmer und Institution zugleich. Der Ort ist klein, das alte Gemäuer niedrig, und genau diese Enge macht den Charakter aus. Wer hier einkehrt, sucht keine große Karte, sondern Wein, Stimmung und die Nähe der anderen Gäste. Bei Kerzenlicht gibt es große piemontesische Weine glasweise – Barolo, Barbaresco, Nebbiolo –, also genau die Namen, für die die Region steht. Dazu kommen Bruschette, Käse- und Salumi-Bretter zum Teilen und in der kalten Jahreszeit Bagna Cauda, das piemontesische Wintergericht aus warmem Anchovis-Knoblauch-Sud mit Gemüse. Die Küche ist bewusst klein gehalten; im Mittelpunkt steht das Glas. Die Plätze sind knapp, und der Abend füllt sich schnell. Wer früh kommt, sichert sich einen Tisch im Gewölbe; wer die Schulter an Schulter gelebte Enge mag, fügt sich in das Gedränge ein, das hier zum Erlebnis gehört. Genau dieser Mangel an Distanz unterscheidet Al Boeuc von den Terrassenrestaurants am Wasser. Für viele Gäste ist dies der vielleicht stimmungsvollste Abend des Ortes. Al Boeuc liegt mitten in der Altstadt, wenige Schritte von der Piazza Motta entfernt, und ist die Adresse für alle, die nach einem Tag am See bei einem großen Wein und einem Salumi-Brett im Kerzenschein des alten Gewölbes ausklingen lassen wollen.
Im Mittelpunkt stehen große piemontesische Weine glasweise – Barolo, Barbaresco, Nebbiolo. Dazu gibt es Bruschette, Käse- und Salumi-Bretter zum Teilen und in der kalten Jahreszeit Bagna Cauda. Die Küche ist bewusst klein gehalten; das Glas ist die Hauptsache.
Ein paar Tische drängen sich in ein Gewölbe aus dem 16. Jahrhundert in der schmalen Via Bersani. Bei Kerzenlicht und in Schulter-an-Schulter-Enge entsteht der vielleicht stimmungsvollste Abend des Ortes. Enoteca, Wohnzimmer und Institution zugleich.
