Der Legende nach erreichte der heilige Julius die Isola San Giulio im Jahr 390 auf seinem ausgebreiteten Mantel und gründete hier seine hundertste Kirche. Aus dieser Gründungsgeschichte ist die Basilica di San Giulio hervorgegangen, das geistliche Zentrum der kleinen Klosterinsel im Ortasee. Die heutige Basilika stammt im Kern aus dem 12. Jahrhundert. Ihr größter Schatz ist der Ambo aus dunkelgrünem Serpentinstein von Oira, dessen Reliefs Greifen, Kentauren und die Symbole der Evangelisten zeigen – eines der bedeutendsten romanischen Bildwerke Norditaliens. Wer die Kirche betritt, sollte sich für dieses Stück Zeit nehmen: Die Steinmetzarbeit zählt zum Eindrücklichsten, was die Romanik der Region hinterlassen hat. Fresken vom 14. bis 16. Jahrhundert überziehen Wände und Pfeiler der Basilika und erzählen über Jahrhunderte gewachsene Bildprogramme. In der Krypta ruhen die Gebeine des heiligen Julius, des Namensgebers von Insel und Ort. Zusammen ergibt sich ein Innenraum, der Architektur, Skulptur und Malerei aus verschiedenen Epochen vereint. Der Eintritt in die Basilika ist frei; bezahlt wird nur die Bootsüberfahrt von der Piazza Motta in Orta San Giulio, die rund fünf Minuten dauert. Die Kirche liegt unmittelbar am Rundweg der Insel, dem „Weg des Schweigens“, sodass sich Basilikabesuch und Inselrundgang zu einem einzigen ruhigen Ausflug verbinden lassen – am stillsten mit dem ersten Boot des Tages.
Du betrittst eine romanische Basilika aus dem 12. Jahrhundert auf der Klosterinsel. Im Mittelpunkt steht der Ambo aus dunkelgrünem Serpentinstein von Oira mit Reliefs von Greifen, Kentauren und Evangelistensymbolen. Fresken vom 14. bis 16. Jahrhundert überziehen Wände und Pfeiler, in der Krypta ruhen die Gebeine des heiligen Julius. Der Innenraum verbindet Architektur, Skulptur und Malerei mehrerer Epochen.
Der Legende nach erreichte der heilige Julius die Insel im Jahr 390 auf seinem ausgebreiteten Mantel und gründete hier seine hundertste Kirche. Die heutige Basilika entstand im Kern im 12. Jahrhundert. Über die Jahrhunderte kamen der Serpentin-Ambo sowie Fresken vom 14. bis 16. Jahrhundert hinzu. In der Krypta ruhen die Gebeine des Heiligen, der Insel und Ort den Namen gab.
