Die Cattedrale di San Ciriaco krönt den Monte Guasco über Hafen und Stadt von Ancona. Sie wurde auf den Fundamenten eines antiken Aphrodite-Tempels und einer frühchristlichen Basilika errichtet, sodass an dieser erhöhten Stelle über Jahrtausende hinweg Kultstätten aufeinander folgten. Diese Schichtung von heidnischem Tempel, frühchristlicher Kirche und mittelalterlichem Dom macht den Ort zu einem der geschichtsträchtigsten Plätze der Stadt. Der romanisch-byzantinische Bau aus hellem Conero-Kalkstein gilt als eines der bedeutendsten Gotteshäuser der Marken. Eine Vorhalle mit von Löwen getragenen Säulen führt zur Fassade, ein Motiv, das in der romanischen Architektur Italiens für Würde und Schutz steht. Das Innere folgt dem Grundriss eines griechischen Kreuzes mit einer Kuppel über der Vierung, was die byzantinischen Einflüsse erkennen lässt und den Dom von rein romanischen Kirchen unterscheidet. Die Lage auf dem Monte Guasco ist nicht nur architektonisch, sondern auch geografisch bedeutsam: Der Hügel überblickt das Hafenbecken und die gesamte Bucht, in der Ancona liegt. Vom Domvorplatz reicht der Blick über das Hafenbecken bis zum Monte Conero, der die Stadt im Süden begrenzt. Damit ist der Platz vor der Kathedrale der schönste Aussichtspunkt der Stadt. Der Aufstieg zur Kathedrale gehört zu jedem Besuch Anconas und bildet den krönenden Abschluss eines Rundgangs durch die Altstadt. Der Zugang ist frei. Wer den Weg hinauf auf sich nimmt, wird mit der Verbindung aus bedeutender Sakralarchitektur und weitem Panorama belohnt. Besonders zum Sonnenuntergang, wenn das Licht über dem Hafen weich wird, lohnt sich der Besuch des Domvorplatzes.
Die Vorhalle mit den von Löwen getragenen Säulen im Detail fotografieren.






























