Das Museo Archeologico Nazionale delle Marche im Palazzo Ferretti zählt zu den bedeutendsten archäologischen Sammlungen Mittelitaliens. Es dokumentiert die Geschichte der Region von der Vorgeschichte über die Picener bis in die Römerzeit und macht damit eine Kultur greifbar, die außerhalb Italiens kaum bekannt ist: Die Picener waren ein vorrömisches Volk an der mittleren Adria, dessen reiche Gräberfunde einen Großteil der Sammlung ausmachen. Zu den Höhepunkten gehören kostbarer Goldschmuck, fein bemalte griechische Keramik, die über den Seehandel an die Adriaküste gelangte, sowie römische Bronzen. Die Stücke zeigen, wie eng die Marken über Jahrhunderte in den Handel und Kulturaustausch des Mittelmeerraums eingebunden waren. Die chronologische Anordnung führt die Besucher von den frühesten Spuren der Besiedlung bis in die römische Epoche. Die Sammlung ist im Palazzo Ferretti untergebracht, einem Renaissance-Palast mit Fresken der Schule Tibaldis. Damit verbindet ein Besuch die archäologischen Funde mit der Architektur und Malerei der Renaissance: Die historischen Säle bilden einen Rahmen, der selbst Teil des Erlebnisses ist. Von einzelnen Räumen aus öffnen sich zudem Blicke über die Altstadt von Ancona. Das Museum liegt nahe dem Dom San Ciriaco im oberen Teil der Altstadt und lässt sich gut mit einem Rundgang durch das historische Zentrum verbinden. Für den Eintritt ist ein Ticket erforderlich. Wer die Geschichte der Marken und der mittleren Adria verstehen möchte, findet hier eine der wichtigsten Sammlungen der Region.
Den Goldschmuck der Picener bei der zur Verfügung stehenden Beleuchtung festhalten.






























