Das Monumento ai Caduti thront über den Felsbuchten des Passetto und ist Anconas Aussichtsbalkon zum Meer. Der klassizistische Rundtempel aus hellem Istrienstein wurde in den 1920er-Jahren errichtet und ist den Gefallenen des Ersten Weltkriegs gewidmet. Mit seiner exponierten Lage und der hellen Steinfarbe gehört das Denkmal zu den Wahrzeichen der Stadt und ist von weiten Teilen der Küste aus zu sehen. Die Form des Rundtempels mit umlaufenden Säulen greift die klassische Architektur der Antike auf, wie es für Kriegerdenkmäler dieser Zeit häufig der Fall war. Der helle Istrienstein, der auch in Venedig und entlang der Adria verbaut wurde, verbindet das Monument optisch mit der maritimen Tradition der Region. So fügt sich das Denkmal in die lange Geschichte des Kulturaustauschs entlang der Adria ein. Von der Terrasse des Monuments beginnt die lange Steiltreppe hinunter zum Felsstrand des Passetto. Damit ist das Denkmal nicht nur ein Erinnerungsort, sondern auch das Tor zu den Badeplätzen unterhalb der Klippen. Der Übergang von der städtischen Promenade zu den Felsbuchten macht den Ort zu einem zentralen Treffpunkt sowohl für Badegäste als auch für Spaziergänger. Weil der Blick nach Osten über die offene Adria geht, ist dies der beliebteste Platz, um den berühmten Sonnenaufgang über dem Meer zu erleben. Ancona zählt zu den wenigen italienischen Städten, in denen die Sonne über dem Meer aufgeht, und das Monumento ai Caduti bietet dafür die ideale Bühne. Der Zugang ist frei, und früh am Morgen versammeln sich hier regelmäßig Menschen, um das Schauspiel zu sehen.
Den Sonnenaufgang über der Adria mit dem Monument im Vordergrund einfangen.






























