Zwischen 1525 und 1535 verwandelte Giulio Romano, der begabteste Schüler Raffaels, eine ehemalige Pferdeinsel der Gonzaga am südlichen Rand Mantuas in ein Lustschloss für Herzog Federico II. Gonzaga. Der quadratische Bau wirkt auf den ersten Blick streng und klassisch, doch Giulio Romano spielt überall mit den Regeln der Architektur: Schlusssteine scheinen aus den Bögen zu rutschen, Triglyphen sacken ab, und der ganze Palast wird so zu einem augenzwinkernden Manifest des Manierismus. Im Inneren folgt ein Raum dem nächsten in immer neuen Bildwelten. In der Sala dei Cavalli blicken die lebensgroß gemalten Lieblingspferde Federicos von den Wänden, eingebettet in illusionistische Architektur. Die Sala di Amore e Psiche zeigt ein üppiges Göttergelage nach dem Mythos um Amor und Psyche – ein Programm, das Sinnlichkeit und höfische Bildung verbindet. Den dramatischen Höhepunkt bildet die Sala dei Giganti: Hier stürzt der gesamte Olymp in einem nahtlosen Rundum-Fresko über den Besucher herein, während Jupiter die aufständischen Giganten unter einstürzenden Felsen begräbt. Wer in der Mitte des Raums steht, ist regelrecht vom Bildersturz umgeben. Rund um die Säle erstrecken sich Loggien, Innenhöfe und ein Garten, der die strenge Geometrie der Anlage nach außen fortsetzt. Heute beherbergt der Palazzo Te das städtische Museum Mantuas; in den langgestreckten Fruttiere finden wechselnde Sonderausstellungen statt. Der Palast liegt etwas außerhalb des historischen Zentrums und lässt sich gut zu Fuß über die Altstadt erreichen – ein lohnender Kontrapunkt zum mittelalterlichen Mantua der Piazzas und zum riesigen Palazzo Ducale am anderen Ende der Stadt.
Du betrittst ein quadratisches Lustschloss, dessen Architektur klassische Regeln augenzwinkernd bricht, und durchwanderst eine Folge von Freskensälen. Höhepunkte sind die Sala dei Cavalli mit lebensgroßen Pferdeporträts, die Sala di Amore e Psiche mit ihrem mythologischen Göttergelage und die Sala dei Giganti, in der der gesamte Olymp als Rundum-Fresko über dir einstürzt. Rund um die Säle laden Innenhöfe, Loggien und der Garten zum Verweilen ein. In den Fruttiere finden wechselnde Sonderausstellungen statt.
Das Areal war ursprünglich eine Pferdeinsel der Gonzaga vor den Toren der Stadt. Herzog Federico II. Gonzaga beauftragte Giulio Romano, hier ein Refugium für Mußestunden und höfische Feste zu schaffen. Zwischen 1525 und 1535 entstand der Palast samt Freskenausstattung. Giulio Romano vereinte Architektur, Malerei und Bildprogramm zu einem Gesamtkunstwerk des Manierismus. Heute dient der Palazzo Te als städtisches Museum Mantuas.
