Die Rotonda di San Lorenzo ist die älteste erhaltene Kirche Mantuas. Der schlichte Backstein-Rundbau an der Piazza delle Erbe entstand im späten 11. Jahrhundert, in der Zeit Matildes von Canossa, und folgt dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem – ein Bautypus, der die enge Verbindung des mittelalterlichen Mantua zur christlichen Pilgerwelt spiegelt. Über die Jahrhunderte verlor die Rotonda ihre kirchliche Funktion. Sie wurde entweiht, verbaut und verschwand fast vollständig hinter Wohn- und Geschäftsbauten, die sich an sie anlehnten. Erst um 1900 legte man den Rundbau wieder frei und restaurierte ihn. Heute liegt die Kirche gut zwei Meter unter dem heutigen Platzniveau – ein eindrückliches Maß dafür, wie stark die Stadt im Lauf der Jahrhunderte um sie herum gewachsen und aufgestockt ist. Im Inneren überrascht die klare Geometrie: Ein kreisrunder Innenraum wird von einem Umgang und einer darüberliegenden Empore umschlossen, getragen von kräftigen Säulen und Pfeilern. An den Wänden haben sich Reste mittelalterlicher Fresken erhalten, deren byzantinische Prägung an die kulturellen Verbindungen Oberitaliens nach Osten erinnert. Das gedämpfte Licht und die rohen Backsteinflächen verleihen dem kleinen Raum eine konzentrierte, fast meditative Stimmung. Die Rotonda liegt mitten im belebtesten Teil der Altstadt, direkt neben der Piazza delle Erbe und dem astronomischen Turm mit seiner Uhr. Der Eintritt ist frei; um eine Spende für den Erhalt wird gebeten. Ein kurzer Besuch genügt, um den ältesten erhaltenen Sakralbau der Stadt auf sich wirken zu lassen, bevor man weiter über die Plätze des mittelalterlichen Mantua zieht.
Du steigst von der Piazza delle Erbe in einen kreisrunden Backsteinraum hinab, der rund zwei Meter unter dem heutigen Platzniveau liegt. Ein Umgang und eine darüberliegende Empore umschließen den schlichten Innenraum, getragen von kräftigen Säulen. An den Wänden lassen sich Reste byzantinisch geprägter mittelalterlicher Fresken erkennen. Das gedämpfte Licht und die rohen Backsteinflächen schaffen eine konzentrierte, ruhige Atmosphäre. Ein Besuch dauert meist nur wenige Minuten.
Der Rundbau entstand im späten 11. Jahrhundert in der Zeit Matildes von Canossa und folgte dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem. Nach seiner Entweihung verschwand er über Jahrhunderte hinter Anbauten und Wohnhäusern. Um 1900 wurde die Rotonda freigelegt und restauriert. Heute ist sie die älteste erhaltene Kirche der Stadt und ein Zeugnis des mittelalterlichen, pilgergeprägten Mantua.
