Der Duomo di Mantova, die Kathedrale San Pietro an der Piazza Sordello, ist ein Geschichtsbuch aus Stein. Kaum ein anderer Bau der Stadt trägt die Spuren so vieler Epochen so offen zur Schau. Der Campanile an der Seite ist noch romanisch, die rechte Flanke mit ihren spitzen Fialen blieb von der gotischen Kirche stehen, und die helle Marmorfassade zur Piazza kam erst im 18. Jahrhundert hinzu. Wer um den Bau herumgeht, liest die Baugeschichte Mantuas wie an einem Schichtenprofil ab. Umso überraschender ist der Innenraum. Nach dem verheerenden Brand von 1545 erhielt Giulio Romano, der bereits den Palazzo Te geschaffen hatte, den Auftrag, das Innere neu zu gestalten. Er entwarf eine lichte, fünfschiffige Säulenhalle nach dem Vorbild der frühchristlichen Basiliken Roms. Reihen klassischer Säulen gliedern den Raum in ruhiger Klarheit – ein bewusster Gegenpol zum bewegten Manierismus des Palazzo Te und ein Beleg für die Spannweite von Giulio Romanos Können. In einer Kapelle wird der heilige Anselm von Lucca verehrt, der Stadtpatron Mantuas, dessen Kult eng mit der Geschichte der Stadt verbunden ist. Decken und Kapellen tragen Ausstattungen verschiedener Jahrhunderte, die das lange Werden des Baus widerspiegeln. Der Eintritt ist frei. Vom Platz aus gehört die Fassade des Doms zum großen Panorama der Piazza Sordello, das sie sich mit dem mächtigen Palazzo Ducale teilt. Ein Besuch verbindet sich daher mühelos mit der benachbarten Gonzaga-Residenz und einem Bummel durch die angrenzenden Plätze der Altstadt.
Von außen liest du die Baugeschichte ab: romanischer Campanile, gotische Flanke mit Fialen und eine barocke Marmorfassade. Im Inneren erwartet dich nach diesem Vielerlei strenge Klarheit – eine lichte, fünfschiffige Säulenhalle, die Giulio Romano nach dem Brand von 1545 nach frühchristlichem Vorbild gestaltete. In einer Kapelle wird der Stadtpatron, der heilige Anselm von Lucca, verehrt. Der Eintritt ist frei, und die Fassade gehört zum Panorama der Piazza Sordello.
Die Kathedrale wuchs über Jahrhunderte: aus romanischen und gotischen Bauphasen, sichtbar an Campanile und der rechten Flanke. Nach dem Brand von 1545 gestaltete Giulio Romano den Innenraum als fünfschiffige Säulenhalle neu. Die barocke Marmorfassade entstand erst im 18. Jahrhundert. Über die Jahrhunderte blieb der Dom Kathedrale Mantuas und Verehrungsort des Stadtpatrons, des heiligen Anselm von Lucca.
