📍 40.99°N · 17.22°E
Zoom 4 / 5Stadt · in Apulien

◆ STADT · APULIEN

Polignano a Mare.wo die weiße Stadt über den Klippen balanciert und „Volare“ über die Piazza weht

Polignano a Mare steht dort, wo Apulien am dramatischsten ist: auf Kalksteinklippen, die senkrecht in die Adria fallen. In der Felsbucht Lama Monachile schiebt sich ein Kiesstrand zwischen zwei Steilwände, darüber spannt sich die alte Brücke der Via Traiana, und die weiße Altstadt balanciert mit ihren Balkonen direkt über dem offenen Meer. Hier wurde Domenico Modugno geboren, dessen „Volare“ bis heute über die Piazza weht; in einer Meereshöhle unter der Stadt deckt das Restaurant Grotta Palazzese seine Tische, und im Sommer stürzen sich Klippenspringer von der Plattform über der Bucht. Dazwischen: Poesie an den Hauswänden, eine legendäre Eisdiele und kleine Fischerhäfen wie aus einer anderen Zeit.

Polignano a Mare.

Eine Stadt am Rand zwischen Fels, Adria und einem Lied, das alle kennen

Polignano a Mare wurde buchstäblich auf die Kante gebaut. Die Altstadt sitzt auf einem Kalksteinvorsprung, den das Meer seit Jahrtausenden unterhöhlt – unter den Häusern öffnen sich Grotten und Hohlräume, in die bei Schirokko die Brandung schlägt. Schon die Römer kamen hier vorbei: Die Via Traiana, die Rom mit Brindisi verband, überquerte die Schlucht der Lama Monachile, und noch heute führt die im 19. Jahrhundert unter den Bourbonen erneuerte Brücke den Blick direkt auf die berühmteste Badebucht Apuliens. Durch den Arco Marchesale, das alte Stadttor, betritt man ein Gassengewirr, in dem Wäscheleinen, Bougainvillea und handgeschriebene Verse an Türen und Treppen den Ton angeben.

Berühmt gemacht haben die Stadt zwei Söhne: Domenico Modugno, 1928 hier geboren, dessen „Nel blu dipinto di blu“ – die Welt kennt es als „Volare“ – 1958 das Sanremo-Festival gewann und zur meistgesungenen italienischen Melodie überhaupt wurde; seine bronzene Statue breitet am Lungomare die Arme aus wie im legendären Auftritt. Und der Künstler Pino Pascali, dessen Familie aus Polignano stammt – ihm ist am südlichen Ortsrand die Fondazione Museo Pino Pascali gewidmet, eines der wichtigsten Museen für zeitgenössische Kunst in Süditalien.

Den Rhythmus der Stadt lernt man in einem Tag: früh hinunter zur Lama Monachile, bevor die Tagesgäste kommen, mittags Orecchiette oder ein rohes Meeresfrüchte-Plateau, nachmittags eine Bootstour unter die Klippen und in die Höhlen, die vom Wasser aus noch einmal ganz anders wirken. Am Abend gehört die Bühne der Passeggiata: ein Caffè Speciale an der Piazza, der Blick von den Balkonen über das dunkle Meer – und irgendwo singt immer jemand „Volare“. travelperfect empfiehlt, mindestens eine Nacht zu bleiben: Polignano nach 19 Uhr ist eine andere, viel leisere Stadt.

Planung

Polignano a Mare: Anreise & Praktisches Anreise, Nahverkehr und gut zu wissen

Lage
Adriaküste Apuliens, ca. 35 km südöstlich von Bari, zwischen Mola di Bari und Monopoli
Anreise
Flughafen Bari (BRI) ca. 50 Autominuten; ab Bari Centrale Regionalzug in ca. 30–40 Min.
Mit dem Zug
Bahnhof Polignano a Mare an der Linie Bari–Lecce; vom Bahnhof ca. 10 Gehminuten ins Zentrum
Beste Reisezeit
Mai–Juni & September–Oktober; im Juli/August voll, heiß und deutlich teurer
Zeitzone
Europe/Rome (MEZ/MESZ)
Vor Ort unterwegs
Alles fußläufig; die Altstadt ist autofrei, Parkplätze liegen am Ortsrand
Sprache & Zahlung
Italienisch; Euro, Kartenzahlung weit verbreitet
Highlights vorbuchen
Grotta Palazzese (nur Sommer) Wochen im Voraus reservieren; Bootstouren in der Hochsaison vorab sichern

Stadtviertel

Stadtviertel in Polignano a Mare jedes mit eigenem Charakter

Entdecken

Sehenswürdigkeiten in Polignano a Mare – Lama Monachile Altstadtbalkone hoch über der Felsbucht

Polignano a Mare erlebt man am besten zu Fuss in der Altstadt und entlang der Klippen. Für ein Tischspiel in der Meereshöhle Grotta Palazzese oder einen Bootsausflug zu den Grotten unbedingt vorab reservieren, vor allem im Sommer.

Übernachten

Hotels in Polignano a Mare – über der Adria mit Balkon direkt über der offenen See

Im Centro Storico wohnt man mitten zwischen weissen Gassen und Meerblick, ideal für Romantiker und Geniesser. Wer es ruhiger und strandnäher mag, ist in San Vito oder am Borgo Nuovo richtig, mit kurzem Weg zu Cala Paura.

Genießen

Restaurants in Polignano a Mare – Fisch & Adria frischer Fang in der Grotta Palazzese

Die Küche ist apulisch und ehrlich: frischer Fisch, Orecchiette, Burrata und Crudo di Mare. Gegessen wird in den Trattorien der Altstadt, an den Häfen oder, für besondere Abende, in der spektakulären Grotta Palazzese über dem Wasser.

Erleben

Aktivitäten in Polignano a Mare – Meereshöhlen Klippensprung und Bootstour zu den Höhlen

Das Wasser ist hier der Star: Bootstouren zu den Meereshöhlen, Schnorcheln und Schwimmen in der Lama Monachile. Wer mutig ist, schaut den Klippenspringern an der Bucht zu oder erkundet die Küste per Kajak.

Angebot

Hotels, Touren & mehr in Polignano a Mare alles zum Planen an einem Ort

7
Sehenswürdigkeiten
Klippen, Kirchen & Aussichtspunkte →
🛏
7
Hotels
Unterkünfte vergleichen →
🍽
6
Restaurants
Trattoria bis Höhlenrestaurant →
3
Aktivitäten
Bootstouren & Erlebnisse →

02 · Was tun

Polignano nach Themen entdecken vier Wege durch die Stadt auf den Klippen

Reisezeit

Beste Reisezeit für Polignano a Mare – Adria Mai bis Juni, bevor der Cliff-Diving-Sommer kommt

Polignano lebt mit dem Meer: Im Sommer drängt sich halb Apulien in der Lama Monachile, im Winter gehören die Gassen wieder den Einheimischen. Die Übergangszeiten sind das Maß aller Dinge – im Mai und Juni blüht die Küste und das Wasser wird badewarm, im September und Oktober hält die Adria die Sommerwärme noch lange, während die Stadt spürbar durchatmet.

FrühlingMärz – MaiMild und klar, tagsüber meist 15–24 °C. Ab Mai laden die ersten Badetage in der Lama Monachile, die Altstadt ist noch entspannt und die Küstenwege sind grün.Städtebummel, Küstenwanderungen, erste Badetage
SommerJuni – AugustHeiß und trubelig, oft 28–32 °C. Hochsaison: Der Kiesstrand füllt sich früh, Bootstouren und das Höhlenrestaurant sind ausgebucht, abends vibriert die Passeggiata. Im Sommer macht auch die Red Bull Cliff Diving World Series regelmäßig Station über der Bucht.Baden, Bootstouren, Sommerabende – früh buchen
HerbstSeptember – OktoberDie zweite Idealsaison: 20–27 °C, das Meer noch warm vom Sommer, goldenes Licht auf den Klippen und deutlich leerere Gassen als im August.Baden ohne Gedränge, Fotografie, lange Abendessen
WinterNovember – FebruarRuhig und mild, tagsüber oft 10–15 °C. Manche Restaurants und Hotels machen Pause, dafür erlebt man die Altstadt fast allein – bei Sturm donnert die Brandung eindrucksvoll in die Grotten.Stille Kulturtage, Winterlicht, günstige Preise

Reiseideen

Reiseideen für Polignano a Mare Klippen, Kalkstein und das offene Meer – drei Wege durch die Altstadt

1 TagPolignano a Mare an einem Tag – die KlassikerVon der Felsbucht Lama Monachile durch die weiße Altstadt bis zum Belvedere über dem Meer – die ganze Stadt an einem Tag.
  1. VormittagStart an der Lama Monachile (Cala Porto): hinunter zum Kiesstrand zwischen den Steilwänden, hinauf zur alten Brücke der Via Traiana für den ersten Blick auf die Bucht.
  2. NachmittagDurch die Porta Grande (Arco Marchesale) ins Centro Storico, vorbei an den Gedichten an den Hauswänden zur Chiesa Matrice Santa Maria Assunta an der Piazza.
  3. AbendZum Belvedere Terrazza Santo Stefano, wo die Altstadt direkt über dem offenen Meer endet – der beste Platz für den Sonnenuntergang über der Adria.
2 TageZwei Tage Polignano – Altstadt, Buchten und das Meer von untenTag eins gehört den Gassen und Aussichtspunkten, Tag zwei dem Wasser: Cala Paura, Bootstour und die Höhle unter der Stadt.
  1. Tag 1Die Altstadt in Ruhe: Arco Marchesale, die Gassen des Centro Storico, die Statua di Domenico Modugno an der Promenade und zum Abschluss der Blick von der Terrazza Santo Stefano.
  2. Tag 2Morgens baden an der Cala Paura, danach eine Bootstour entlang der Klippen zu den Meereshöhlen unter der Stadt – darunter die Grotte der Grotta Palazzese.
GenussEin Genusstag in Polignano – Eis, Fisch und Aperitivo am MeerPolignano schmeckt nach Adria: Caffè speciale, frischer Fisch und das berühmteste Eis Apuliens, immer mit Blick aufs Wasser.
  1. VormittagCaffè speciale in einer Bar der Altstadt, dann ein erster Spaziergang zur Lama Monachile, wo der Duft aus den Trattorien rund um die Bucht beginnt.
  2. NachmittagFrischer Fisch in einem der Lokale im Centro Storico, danach ein Eis, das man mit Blick von der Terrazza Santo Stefano über dem Meer löffelt.
  3. AbendAperitivo zum Sonnenuntergang nahe der Statua di Domenico Modugno – während über der Piazza wie immer „Volare“ liegt.

Häufige Fragen

Polignano a Mare-Reise: die wichtigsten Fragen kurz und ehrlich beantwortet

Wann ist die beste Reisezeit für Polignano a Mare?

Mai, Juni, September und Oktober sind ideal: warm genug zum Baden, aber ohne das Gedränge des Hochsommers. Im Juli und August ist die Lama Monachile oft schon am Vormittag voll, Unterkünfte sind teurer und das Höhlenrestaurant lange im Voraus ausgebucht. Der Winter ist mild und sehr ruhig – schön für Atmosphäre, aber viele Adressen pausieren.

Kann man an der Lama Monachile baden?

Ja – die berühmte Bucht ist ein frei zugänglicher Kiesstrand. Er ist allerdings klein und im Sommer schnell überfüllt; wer baden will, kommt am besten vor 9 Uhr oder am späten Nachmittag. Badeschuhe lohnen sich wegen der Kiesel, und gesprungen wird nur von den niedrigen Felsen – die hohen Klippen bleiben den Profis des Cliff Diving vorbehalten.

Wie komme ich von Bari nach Polignano a Mare?

Am einfachsten mit dem Regionalzug der Linie Bari–Lecce: ab Bari Centrale in rund 30–40 Minuten, tagsüber fahren die Züge regelmäßig. Vom Bahnhof sind es etwa 10 Gehminuten bis zum Arco Marchesale. Mit dem Auto nimmt man die SS16; in der Saison früh anreisen, die Parkplätze am Ortsrand füllen sich schnell.

Wie viele Tage sollte man einplanen?

Für Altstadt, Lama Monachile und eine Bootstour reicht ein voller Tag – aber erst mit einer Übernachtung erlebt man das leise Polignano nach Abfahrt der Tagesgäste. Die Stadt ist zudem eine gute Basis: Monopoli, Conversano und Alberobello sind in 15–40 Minuten erreichbar, Bari und Ostuni ebenfalls schnell per Zug oder Auto.

Was ist die Grotta Palazzese – und muss man reservieren?

Eine natürliche Meereshöhle unter der Altstadt, in der schon im 18. Jahrhundert Feste gefeiert wurden und heute im Sommer ein Restaurant seine Tische deckt. Die Kulisse ist einzigartig, die Preise sind entsprechend hoch und es gilt ein Dresscode. Reservieren ist Pflicht – in der Hochsaison am besten mehrere Wochen im Voraus. Wer nur schauen will, sieht die Höhle auch von der Bootstour aus.

Warum hört man in Polignano überall „Volare“?

Domenico Modugno, der das Lied „Nel blu dipinto di blu“ 1958 beim Sanremo-Festival zum Welterfolg machte, wurde 1928 in Polignano a Mare geboren. Seine Statue mit den ausgebreiteten Armen steht am Lungomare, der nach ihm benannt ist – und sein Lied ist in den Gassen, Bars und bei Festen allgegenwärtig.

Weiterplanen

Polignano a Mare weiterplanen passende Orte und Themen

★ Polignano a Mare entdecken

Dein persönliches
travelperfect Special.

Sag uns, worauf du Lust hast — wir entwerfen deine Tage in Polignano a Mare, unverbindlich & kostenlos.

travelperfect Special anfragenMit KI planen

Reiseplaner

Deine Reise nach Polignano a Mare planen.

Tage, Route und Programm für Polignano a Mare — plane gemeinsam mit deiner Crew und sammle Orte auf deiner Wunschliste.

Reise planen

travelperfect · Aktualisiert 13. Juni 2026