📍 41.00°N · 17.22°E
Zoom 5 / 5Viertel · in Polignano a Mare

◆ STADTVIERTEL · POLIGNANO A MARE

Centro Storico.
die weiße Altstadt über dem Meer

Hinter dem Arco Marchesale beginnt das alte Polignano: weiß gekalkte Gassen, die sich unvermittelt zu Balkonen über dem offenen Meer öffnen, handgeschriebene Verse an Türen und Treppen, dazwischen die mittelalterliche Chiesa Matrice und Terrassen, von denen der Blick die Steilküste entlangwandert. Abends, wenn die Tagesgäste fort sind, gehören die Gassen den Schwalben und den langen Abendessen.

Centro Storico.
Auf dem Klippenvorsprung, betreten durch den Arco Marchesale
Lage
Weiße Gassen, Meeresbalkone, Poesie an den Wänden
Charakter
Erstbesucher, Romantiker, Fotografen, lange Abende
Gut für
Früher Morgen und nach 19 Uhr, wenn die Tagesgäste fort sind
Beste Zeit

Ein Dorf auf der Kante des Felsens

Das Centro Storico ist kaum mehr als eine Handvoll Gassen – aber jede endet anders: mal an einem Platz mit Kirchturm, mal an einer Brüstung, hinter der dreißig Meter tiefer das Meer gegen den Fels schlägt. Durch den Arco Marchesale, das einzige erhaltene Stadttor, schiebt sich seit Jahrhunderten alles, was in die Altstadt will; gleich dahinter liegt die Piazza Vittorio Emanuele II mit dem alten Uhrenpalast und der Chiesa Matrice Santa Maria Assunta, deren Ursprünge ins Mittelalter zurückreichen.

Berühmt geworden sind die Wände selbst: Auf Türen, Stufen und Mauerecken stehen handgeschriebene Verse über das Meer, die Liebe und das Leben – eine stille Open-Air-Poesie, die das Viertel zu einem der meistfotografierten Süditaliens gemacht hat. Dazwischen öffnen sich die Aussichtsterrassen, allen voran die Terrazza Santo Stefano, von der aus die Klippenlinie mit ihren übereinandergestapelten Häusern wie eine Theaterkulisse wirkt.

Unter den Füßen ist der Fels hohl: In den Grotten unter der Altstadt deckt im Sommer das Restaurant der Grotta Palazzese seine Tische, und bei rauer See hört man die Brandung durch die Gassen grollen. Wer hier übernachtet – etwa in einem der kleinen Häuser mit Meerblick –, erlebt das Viertel in seinen besten Stunden: frühmorgens, wenn das Licht flach über die Adria fällt, und nachts, wenn nur noch die Laternen und das Meer zu hören sind.

Centro Storico

05 · Praktisch

Gut zu wissen.

Anreise
Zu Fuß durch den Arco Marchesale; Autos bleiben draußen, Parkplätze am Ortsrand
Beste Zeit
Frühmorgens und nach 19 Uhr – tagsüber schieben sich die Tagesgäste durch die Gassen
Gut für
Bummeln, Fotografieren, Aussichtsterrassen, Abendessen mit Meerblick
Preisniveau
Gehoben – Lage über dem Meer hat ihren Preis, Seitengassen sind fairer
Insider-Tipp
Die Verse an den Wänden stammen großteils von einem lokalen Flaneur – einmal bewusst nur den Texten folgen statt den Aussichten

06 · Häufige Fragen

Was Reisende oft fragen.

Ist die Altstadt autofrei?

Ja, das Centro Storico ist nur zu Fuß zugänglich. Autos bleiben auf den Parkplätzen am Ortsrand; vom Arco Marchesale aus erreichst du jeden Winkel des Viertels in wenigen Minuten – Kopfsteinpflaster und Stufen inklusive.

Was darf man im Centro Storico nicht verpassen?

Den Arco Marchesale als Auftakt, die Chiesa Matrice an der Piazza, die handgeschriebene Gassenpoesie und mindestens zwei Aussichtsterrassen – allen voran die Terrazza Santo Stefano zur blauen Stunde, wenn die Klippenhäuser golden anlaufen.

Lohnt es sich, in der Altstadt zu übernachten?

Sehr – allerdings ist das Angebot klein und begehrt. Wer eines der wenigen Zimmer mit Meerblick ergattert, erlebt Polignano vor 9 und nach 19 Uhr fast allein. Leichtes Gepäck hilft: Zum Teil geht es über Treppen und enge Gassen.

Wo ist der beste Fotospot?

Für die klassische Postkarte fotografierst du die Klippenhäuser von der Terrazza Santo Stefano oder vom Balkon an der Lama Monachile. In den Gassen selbst sind die Poesie-Türen und der Arco Marchesale die beliebtesten Motive – am besten im weichen Licht des frühen Morgens.

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travelperfect · Aktualisiert 13. Juni 2026