Wo einst ein Flusslauf den Kalkstein durchschnitt, liegt heute das Wahrzeichen von Polignano a Mare: die Lama Monachile, auch Cala Porto genannt. Eine „Lama" ist in Apulien ein trockenes Flusstal, das sich in den Fels gegraben hat – hier mündet es in eine schmale Kiesbucht, die sich zwischen zwei steile Felswände schiebt. Über die Schlucht spannt sich die historische Brücke der Via Traiana, der antiken Römerstraße, und darüber balancieren die weißen Häuser des Centro Storico am Abgrund. Es ist genau dieses Bild, das auf nahezu jeder Postkarte Apuliens erscheint. Die Bucht ist klein, und das prägt ihren Tagesablauf. Im Sommer ist sie früh voll; wer Platz auf dem Kies sucht, sollte zeitig kommen oder auf die Randstunden ausweichen. Am Morgen und am Abend gehört die Lama Monachile den Schwimmern – das Wasser ist klar und tief, der Sprung von den Felsen gehört für viele dazu. Auch ohne Bad lohnt der Besuch: Von der alten Brücke und den umliegenden Aussichtspunkten reicht der Blick direkt in die Schlucht hinab und auf das offene Meer. International bekannt wurde die Bucht zusätzlich durch den Klippensprung-Sport: Bei der Red Bull Cliff Diving World Series springen Athletinnen und Athleten von den Klippen über der Lama Monachile ins Wasser – ein Spektakel, das die natürliche Arena der Bucht eindrucksvoll nutzt. An anderen Tagen sind es Einheimische und mutige Besucher, die von tieferen Felsabsätzen springen. Die Lama Monachile ist damit Herzstück und Bühne Polignanos zugleich: der Ort, an dem Geschichte (die Via Traiana), Geografie (die Schlucht im Kalkstein) und das Leben am Wasser aufeinandertreffen. Wer die Stadt besucht, beginnt fast zwangsläufig hier – am besten zu einer Tageszeit, zu der die Bucht noch atmen kann.
Eine kleine, schmale Kiesbucht, eingeklemmt zwischen zwei steilen Felswänden und überspannt von der historischen Brücke der Via Traiana, mit den weißen Häusern der Altstadt darüber. Das Wasser ist klar und tief, der Andrang im Sommer hoch. Wer kommt, erlebt das berühmteste Bild Apuliens aus nächster Nähe – zum Baden, zum Schauen von der Brücke oder, an geprüften Stellen, zum Klippenspringen.
Die Lama Monachile entstand dort, wo ein Flusslauf den Kalkstein durchschnitt und ein trockenes Tal hinterließ. Über die Schlucht führt die Brücke der Via Traiana, einer antiken Römerstraße, die Polignano seit der Antike an die Küstenverbindung anband. Die Bucht – auch Cala Porto genannt – diente lange als natürlicher Anlandeplatz und wurde im Lauf der Zeit zum Wahrzeichen und Postkartenmotiv der Stadt.
