Die Basilica di San Domenico erhebt sich wie eine Festung aus rotem Backstein über dem Tal von Fontebranda im Westen der Altstadt. Die schlichte gotische Bettelordenskirche wurde ab dem 13. Jahrhundert errichtet; ihr kahles, lichtdurchflutetes Inneres steht in bewusstem Kontrast zum überreichen Schmuck des Doms. Eng verbunden ist San Domenico mit der heiligen Katharina von Siena, der Mystikerin und Kirchenlehrerin, die im 14. Jahrhundert hier in der Nähe lebte und zur Schutzpatronin Italiens und Europas wurde. In der Cappella di Santa Caterina wird ihr Haupt als wichtigste Reliquie verehrt. An einer Wand der Kirche hängt zudem ein Fresko ihres Zeitgenossen Andrea Vanni, das als einziges zu Lebzeiten entstandenes und damit authentisches Bildnis der Heiligen gilt. Der Besuch der Kirche ist frei. Wer sich für die Verehrung Katharinas interessiert, kann den Rundgang mit dem nahe gelegenen Santuario di Santa Caterina verbinden, das im einstigen Wohnhaus der Familie eingerichtet wurde, sowie mit der mittelalterlichen Quelle Fonte Branda im Tal darunter. Neben der religiösen Bedeutung ist San Domenico auch ein erstklassiger Aussichtspunkt. Von der Terrasse vor der Kirche fällt der Blick über das Tal direkt auf den gestreiften Dom und die Altstadtsilhouette – besonders zur blauen Stunde, wenn die Backsteinmassen in warmem Licht stehen, einer der schönsten Ausblicke der Stadt. Die Lage am Rand der Altstadt, nahe der Busbahnhöfe an der Lizza, macht die Kirche zudem zu einem guten ersten oder letzten Programmpunkt eines Siena-Besuchs.
Eine große, schlichte gotische Bettelordenskirche aus Backstein mit kahlem, hellem Innenraum. Im Zentrum des Interesses steht die Cappella di Santa Caterina mit der Reliquie der Heiligen und das authentische Bildnis von Andrea Vanni. Vor der Kirche eine Terrasse mit weitem Blick über das Tal auf den Dom.
Die Kirche wurde ab dem 13. Jahrhundert vom Dominikanerorden errichtet. Im 14. Jahrhundert wirkte hier in der Nähe die heilige Katharina von Siena, deren Verehrung die Bedeutung von San Domenico bis heute prägt. Über die Jahrhunderte wurde die Kirche mehrfach umgebaut und nach Schäden wiederhergestellt.
