Der Name Osteria Il Grattacielo – „Wolkenkratzer“ – ist pure Ironie. Die kleine Osteria in der Via dei Pontani ist so niedrig, dass größere Gäste in manchen Ecken den Kopf einziehen müssen. Genau diese Unprätentiösität macht ihren Charme aus: Hier isst man, wie die Sienesen seit Jahrzehnten essen, ohne Speisekarte mit Schnickschnack und ohne Allüren. Auf den wenigen Tischen stehen Platten mit Salumi und Pecorino aus der Region, dazu wechselnde Hausgerichte wie Ribollita, geschmorte Bohnen oder andere einfache toskanische Klassiker, die je nach Tag und Saison angeboten werden. Der Wein kommt aus der Karaffe – unkompliziert und günstig. Es ist Cucina povera im besten Sinn: einfache Zutaten, ehrlich zubereitet. Mittags drängen sich Händler, Studenten und Neugierige in dem engen Raum; wer keinen Sitzplatz mehr findet, isst kurzerhand im Stehen in der Gasse davor – ein Bild, das den Ort gut beschreibt. Es ist laut, lebendig und vor allem preiswert, eine willkommene Alternative zu den gehobenen Restaurants der Altstadt. Das Grattacielo eignet sich besonders für ein schnelles, authentisches Mittagessen zwischen den Sehenswürdigkeiten oder einen Aperitivo mit Salumi und einem Glas Rotwein. Erwarten sollte man keinen Service oder Komfort gehobener Häuser, sondern unverstelltes sienesisches Alltagsleben rund um Brettjause und Karaffenwein.
Einfache toskanische Hausmannskost im Sinne der Cucina povera: Platten mit Salumi und regionalem Pecorino, dazu wechselnde Hausgerichte wie Ribollita oder geschmorte Bohnen, die je nach Tag und Saison angeboten werden. Der Wein kommt unkompliziert aus der Karaffe.
Eine winzige Osteria mit auffällig niedriger Decke, laut, eng und lebendig. Mittags drängen sich Händler, Studenten und Neugierige; wer keinen Platz findet, isst im Stehen in der Gasse. Unverstelltes sienesisches Alltagsleben statt gehobenem Service.
