Das Battistero di San Giovanni liegt an der Piazza San Giovanni unterhalb des Domchors – buchstäblich unter der Kathedrale, da der Hang hier so steil abfällt, dass das Baptisterium den Chor des Doms stützt. Der Bau aus dem frühen 15. Jahrhundert ist von außen unscheinbar, sein Inneres jedoch einer der konzentriertesten Kunsträume Sienas. Herzstück ist das sechseckige Taufbecken in der Mitte des Raums, an dem sich die wichtigsten Bildhauer der Frührenaissance versammelten. Donatello schuf das berühmte Bronzerelief vom Gastmahl des Herodes mit seiner kühnen perspektivischen Tiefe, Lorenzo Ghiberti steuerte weitere Bronzetafeln bei, und Jacopo della Quercia war an Becken und Skulpturenschmuck beteiligt. In einem Werk lässt sich so der Übergang von der Gotik zur Renaissance nachvollziehen. Die Gewölbe des Raums sind vollständig ausgemalt; die Fresken überziehen Wände und Decke und verstärken den intimen, fast geborgenen Charakter. Im Vergleich zum überwältigenden Dom darüber wirkt das Baptisterium klein und dicht – und ist zugleich meist deutlich ruhiger, sodass man die feinen Bronzereliefs in Ruhe betrachten kann. Der Besuch ist eintrittspflichtig und in den Kombitickets des Dombezirks enthalten, die auch Dom, Piccolomini-Bibliothek und Facciatone abdecken. Da das Baptisterium direkt am Fuß der Domtreppe liegt, lässt es sich mühelos in einen Rundgang über den Dombezirk einbinden – am besten kombiniert mit Dom und Santa Maria della Scala gegenüber.
Ein kompakter, vollständig ausgemalter Raum unter dem Domchor, dessen Mittelpunkt das sechseckige Taufbecken mit Bronzereliefs von Donatello, Ghiberti und Jacopo della Quercia bildet. Die niedrige, freskengeschmückte Gewölbedecke schafft eine intime Atmosphäre. Meist ruhiger als der Dom, sodass man die Reliefs aus der Nähe studieren kann.
Das Baptisterium entstand im frühen 15. Jahrhundert unterhalb des Domchors, den es zugleich stützt. Am Taufbecken arbeiteten zwischen 1417 und 1431 die führenden Bildhauer der Zeit, darunter Donatello, Ghiberti und Jacopo della Quercia, sodass das Werk den Übergang von Gotik zur Frührenaissance dokumentiert.
