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Dom von Siena
Gestreifte Marmorfassade, Pisano-Kanzel, Intarsienboden und die leuchtende Piccolomini-Bibliothek mit Pinturicchios Fresken.
◆ STADTVIERTEL · SIENA
Der älteste Terzo Sienas trägt die Krone der Stadt: Dom, Baptisterium, Santa Maria della Scala und die Pinacoteca liegen hier dicht beieinander, dazwischen stille Gassen wie die Via Stalloreggi, in der einst Duccio malte. Wer Kunst sucht, wohnt richtig – und abends gehören die Sträßchen wieder den Anwohnern.

Auf dem Hügel von Castelvecchio begann Sienas Geschichte – und hier verdichtet sie sich bis heute. Der Dom Santa Maria Assunta ist das Hauptwerk der toskanischen Gotik: außen schwarz-weiß gestreift in den Farben der Stadt, innen ein Marmorboden aus 56 Intarsienfeldern, an dem Künstler über zwei Jahrhunderte arbeiteten. Im 14. Jahrhundert plante die Stadt sogar, ihn zum größten Kirchenbau der Christenheit zu erweitern – die Pest von 1348 stoppte das Vorhaben, und der unvollendete Facciatone blieb als Mahnmal und Aussichtsterrasse stehen.
Gegenüber dem Dom erzählt Santa Maria della Scala vom anderen Siena: über tausend Jahre lang Hospital für Pilger der Via Francigena, Waisen und Kranke, heute ein verschachtelter Museumskomplex mit dem freskierten Pilgersaal als Höhepunkt. Wenige Gassen weiter hängen in der Pinacoteca Nazionale die Goldgründe von Duccio, Simone Martini und den Lorenzetti – die dichteste Sammlung sienesischer Malerei überhaupt, erstaunlich oft fast menschenleer.
Der Reiz des Terzo di Città liegt im Kontrast: Zwei Schritte von den Besucherströmen der Domtreppe entfernt beginnen Wohngassen, in denen Wäsche über den Köpfen hängt und Werkstätten offen stehen. In der Via Stalloreggi soll Duccio seine Werkstatt gehabt haben; am Pian dei Mantellini öffnet sich der Blick über die Stadtmauer in die Hügel. Wer hier übernachtet, hört abends nur noch Schritte auf Stein und Glocken zur vollen Stunde.
01 · Highlights
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Gestreifte Marmorfassade, Pisano-Kanzel, Intarsienboden und die leuchtende Piccolomini-Bibliothek mit Pinturicchios Fresken.
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Die Fassade des nie vollendeten „Duomo Nuovo“ – heute Aussichtsterrasse mit Blick auf Campo und Dächermeer.
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Tausend Jahre Hospitalgeschichte gegenüber der Domtreppe, mit dem freskierten Pellegrinaio-Saal.
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Goldgründe von Duccio bis Beccafumi im Palazzo Buonsignori – Sienas stille Schatzkammer.
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Ruhige Flaniermeile am Südrand des Terzo mit Palazzi, Kirchen und Ausblicken über die Stadtmauer.
02 · Sehenswürdigkeiten
04 · Essen & Trinken
05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Ja, der Eintritt in Dom, Piccolomini-Bibliothek, Baptisterium und Krypta ist kostenpflichtig; der Opa-Si-Kombipass bündelt alle Stationen inklusive Facciatone-Aufstieg. In der Hochsaison lohnt die Online-Reservierung mit Zeitfenster.
Teile der 56 Intarsienfelder sind ganzjährig sichtbar, die schönsten Szenen aber sind zum Schutz meist abgedeckt. Vollständig enthüllt wird der Boden traditionell nur für einige Wochen im Spätsommer rund um den August – die Termine variieren von Jahr zu Jahr.
Die monumentale Fassade des „Duomo Nuovo“, mit dem Siena den Dom im 14. Jahrhundert zum größten Kirchenbau der Christenheit erweitern wollte. Die Pest von 1348 beendete das Projekt – heute steigst du im Mauerwerk hinauf zu einer der besten Aussichtsterrassen der Stadt.
Sehr – das tausendjährige Pilgerhospital ist eines der ältesten Europas und als Museumskomplex ein eigenes Universum aus Sälen, Kapellen und Kellern. Der freskierte Pilgersaal und die Originalreliefs der Fonte Gaia sind die Höhepunkte.
07 · In der Nähe
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