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Piazza Salimbeni
Stammsitz der Monte dei Paschi, der ältesten noch tätigen Bank der Welt (gegründet 1472), in einem eindrucksvollen Palazzo-Ensemble.
◆ STADTVIERTEL · SIENA
Der nördliche Terzo ist Sienas weltliche Seite: Über die Einkaufsachse Banchi di Sopra mit den Bankpalästen Salimbeni und Tolomei zieht abends die Passeggiata, dazwischen Caffès, Enotechen und Traditionsgeschäfte. An der Porta Camollia, wo einst die Pilger der Via Francigena ankamen, grüßt die Inschrift: „Weiter als dieses Tor öffnet dir Siena sein Herz.“

Camollia war immer Sienas Tor zur Welt: Hier kam die Via Francigena von Norden in die Stadt, hier zogen Pilger, Händler und Gesandte ein – und mit ihnen das Geld. An der Piazza Salimbeni residiert bis heute die Monte dei Paschi di Siena, 1472 gegründet und damit die älteste noch tätige Bank der Welt; ihr neugotisch überformter Stammsitz bildet mit den Palazzi Tantucci und Spannocchi eines der schönsten Platzensembles der Stadt.
Die Banchi di Sopra ist seit Jahrhunderten Sienas Hauptschlagader – und jeden Abend Bühne der Passeggiata, wenn halb Siena grüßend, schauend und eisessend auf und ab flaniert. Dazwischen halten sich Traditionsadressen wie das Caffè Nannini, dessen Theke seit Generationen Panforte und Ricciarelli stapelt. Wer Hunger mitbringt, findet in den Seitengassen Osterien und Weinbars von der Stehgreif-Theke bis zum eleganten Gewölbekeller.
Je weiter du Richtung Porta Camollia gehst, desto ruhiger und alltäglicher wird der Terzo: Die mächtige Backsteinbasilika San Francesco thront über dem Ostrand, in Santa Maria di Provenzano wird die Madonna verehrt, der der Juli-Palio gewidmet ist, und an der Lizza breitet sich mittwochs der große Wochenmarkt aus. Das Stadttor selbst trägt die berühmte Inschrift „Cor magis tibi Sena pandit“ – Siena öffnet dir sein Herz weiter als dieses Tor.
01 · Highlights
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Stammsitz der Monte dei Paschi, der ältesten noch tätigen Bank der Welt (gegründet 1472), in einem eindrucksvollen Palazzo-Ensemble.
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Sienas Flanier- und Einkaufsmeile – abends Bühne der Passeggiata zwischen Campo und Porta Camollia.
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Das Nordtor mit der berühmten Willkommensinschrift „Cor magis tibi Sena pandit“ – einst Ankunft der Via-Francigena-Pilger.
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Mächtige gotische Backsteinbasilika mit Fresken der Lorenzetti-Brüder am Ostrand des Terzo.
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Barocke Wallfahrtskirche, deren Madonnenbild der Palio vom 2. Juli gewidmet ist.
Übernachten

Das Grand Hotel Continental residiert in einem barocken Palazzo an der Banchi di Sopra – als einziges Fünf-Sterne-Hotel innerhalb der Mauern Sienas.

Das NH Siena liegt an der La Lizza zwischen Fortezza und Stadion – funktionale Vier-Sterne-Zimmer und eine praktische Lage für Anreisende ohne Auto.
Genießen

Das Tre Cristi bewirtet seit dem 19. Jahrhundert in der Contrada Giraffa und hat sich – ungewöhnlich für Siena – dem Fisch und den Meeresfrüchten verschrieben.

Die Enoteca I Terzi verbindet unter Backsteingewölben eine ernstzunehmende Weinkarte mit toskanischer Küche – mittags pragmatisch, abends kerzenhell.

Nannini Conca d'Oro auf der Banchi di Sopra ist Sienas Traditionscaffè – Espresso im Stehen und alle Spezialitäten der Stadt: Panforte, Ricciarelli, Cantucci.

Der „Wolkenkratzer“ ist eine winzige Osteria mit niedriger Decke: Platten mit Salumi und Pecorino, wechselnde Hausgerichte und Wein aus der Karaffe – günstig und echt.
Erleben

Diese Genusstour verbindet Stadtgeschichte mit Sienas Spezialitäten: Panforte und Ricciarelli, Pecorino aus den Crete Senesi, Finocchiona und ein Glas Chianti.
Kombination aus Stadtrundgang und Verkostung
Planung
Häufige Fragen
„Cor magis tibi Sena pandit“ – „Weiter als dieses Tor öffnet dir Siena sein Herz“. Der Gruß stammt aus dem 17. Jahrhundert und empfing alle, die von Norden – also aus Richtung Florenz – in die Stadt kamen.
Ja, besonders praktisch: Busbahnhof und Rolltreppen vom Bahnhof liegen direkt am Viertel, der Campo ist in zehn Minuten erreicht, und abends sorgen Caffès und Enotechen für Leben ohne Lärmexzesse.
Traditionsadressen entlang der Banchi di Sopra – allen voran das Caffè Nannini – verkaufen Panforte und Ricciarelli aus eigener Herstellung. Gut verpackt übersteht beides die Heimreise problemlos.
Die Bank wurde 1472 als Leihhaus gegründet und gilt als älteste noch tätige Bank der Welt. Ihr Stammsitz im Palazzo Salimbeni prägt bis heute den schönsten Platz des Terzo – und ihre Geschichte ist eng mit Aufstieg und Krisen der Stadt verflochten.
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