Siena war im Mittelalter eine der großen Stationen der Via Francigena, des Pilgerwegs von Canterbury über die Alpen nach Rom. Die Etappen rund um die Stadt zählen zu den schönsten der gesamten Route und lassen sich gut als Tageswanderung gehen – ein Erlebnis, das die toskanische Landschaft und die Pilgergeschichte verbindet. Besonders beliebt ist der Abschnitt von Monteriggioni, dem perfekt erhaltenen ummauerten Burgstädtchen nördlich von Siena, durch Wälder und kleine Weiler bis zur Porta Camollia, dem nördlichen Stadttor. Diese Strecke führt überwiegend durch schattige Wälder und sanftes Hügelland und endet eindrucksvoll mit dem Einzug in die Stadt – so, wie es einst die Pilger erlebten. Alternativ verläuft die Via Francigena südwärts aus Siena hinaus in die mondkahlen, baumlosen Hügel der Crete Senesi, deren lehmige, gewellte Landschaft eine ganz andere, fast karge Schönheit hat. Beide Richtungen erschließen Seiten der Toskana, die man von der Stadt aus sonst nicht sieht. Die Pfade sind als Via Francigena markiert und weisen keine großen technischen Schwierigkeiten auf – es handelt sich um Wanderungen, nicht um alpines Gelände. Festes Schuhwerk, ausreichend Wasser und ein früher Start, besonders im Sommer wegen der Hitze, genügen für ein lohnendes Tageserlebnis. Wer nur eine Teilstrecke gehen möchte, kann Anfang und Ende mit Bus oder Bahn verbinden und die Wanderung so flexibel an die eigene Kondition anpassen.
Man wandert auf den markierten Pfaden der Via Francigena durch die Landschaft rund um Siena. Die beliebte Nordetappe führt von Monteriggioni, einem ummauerten Burgstädtchen, durch schattige Wälder und kleine Weiler bis zur Porta Camollia und endet mit dem Einzug in die Stadt – wie einst bei den Pilgern. Südwärts verläuft der Weg in die kargen, gewellten Hügel der Crete Senesi mit ihrer ganz eigenen Schönheit. Beide Richtungen zeigen Seiten der Toskana, die man von der Stadt aus nicht sieht.
