Der Palio ist in Siena kein Touristenspektakel, sondern der Taktgeber des gesamten Jahres – ein Pferderennen, das tief in der Identität der Stadt verwurzelt ist. Diese Contrada- und Palio-Führung erklärt, warum das so ist, und macht das komplexe System der Contraden, der traditionellen Stadtviertel, für Besucher verständlich. Mit einem lokalen Guide geht man durch die Territorien einzelner Contraden und sieht ihre Symbole im Stadtbild: Taufbrunnen, an denen die Mitglieder der Contrada getauft werden, Fahnenhalter, Wappen und Grenzmarkierungen. Je nach Verfügbarkeit besucht man auch eines der Contrada-Museen, in denen die erbeuteten Palio-Tücher – die „drappelloni“, nach denen das Rennen benannt ist – und andere Erinnerungsstücke aufbewahrt werden. Unterwegs lernt man, woran man die einzelnen Contraden erkennt – Adler, Schnecke, Gans und die übrigen –, was es mit den Erzrivalitäten zwischen bestimmten Contraden auf sich hat und wie die ganze Stadt in den Tagen um den 2. Juli und den 16. August in einen Ausnahmezustand gerät: mit Umzügen, Festessen unter freiem Himmel und einer Anspannung, die kaum zu beschreiben ist. Die Führung eignet sich für alle, die Siena über die Sehenswürdigkeiten hinaus verstehen wollen und neugierig auf das soziale Leben der Stadt sind. Sie funktioniert das ganze Jahr über, da sie die Hintergründe vermittelt und nicht vom Renntag selbst abhängt. Eine Reservierung im Voraus ist empfehlenswert, da die Touren in kleinen Gruppen stattfinden.
Mit einem lokalen Guide geht man durch die Territorien einzelner Contraden und entdeckt ihre Symbole im Stadtbild: Taufbrunnen, Fahnenhalter, Wappen und Grenzmarkierungen. Je nach Verfügbarkeit besucht man ein Contrada-Museum mit den erbeuteten Palio-Tüchern. Unterwegs lernt man, woran man Adler, Schnecke oder Gans erkennt, was eine Erzrivalin ist und wie die Stadt in den Tagen um den 2. Juli und 16. August einen Ausnahmezustand erlebt – mit Umzügen, Festessen und großer Anspannung.
