Die Pfarrkirche San Giorgio bildet mit ihrem schlichten Glockenturm die obere Kante der Piazza San Giorgio, des einzigen echten Platzes von Varenna. Die Kirche stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist das geistliche und räumliche Zentrum des Dorfes – der Punkt, an dem sich die steilen Treppengassen des Ortes treffen. Im Inneren tragen die Schiffe Fresken aus Gotik und Renaissance, Zeugnisse der jahrhundertelangen Geschichte der Gemeinde. An der Außenfassade wacht ein monumentaler heiliger Christophorus, der Schutzpatron der Reisenden – ein passendes Motiv für einen Ort, der seit jeher von Fährverkehr und Durchreisenden lebt. Der Bau wirkt von außen schlicht und kühl, ein bewusster Kontrast zum sonnigen Treiben am Seeufer wenige Schritte tiefer. Gleich gegenüber der Kirche steht das romanische Baptisterium San Giovanni Battista, eine der ältesten Kirchen am Comer See. Dieses kleine, alte Taufhaus ergänzt das Ensemble und macht die Piazza San Giorgio zu einem geschlossenen historischen Platz, wie ihn nur wenige Orte am See besitzen. Der Besuch der Kirche ist kostenlos und jederzeit ein stiller, kühler Kontrapunkt zum lebhaften Ufer. Vor allem aber ist die Piazza San Giorgio der beste Ausgangspunkt, um Varenna zu erkunden: Von hier führen die Treppengassen hinunter zur Riva Grande und zur Passeggiata degli Innamorati, hinauf in die Wohnviertel und hinaus Richtung Villa Monastero und Castello di Vezio. Wer das Dorf zu Fuß entdeckt, beginnt seinen Rundgang fast zwangsläufig hier.
Den monumentalen Christophorus an der Fassade ablichten






























