Teneriffa ist die größte und vielfältigste der Kanarischen Inseln – ein Kontinent im Kleinen. Im Zentrum thront der Teide, mit 3.718 Metern Spaniens höchster Gipfel, umgeben von einer riesigen Caldera aus erstarrter Lava, die als Nationalpark und UNESCO-Weltnaturerbe geschützt ist. An klaren Wintertagen liegt Schnee auf dem Vulkankegel, während unten an der Küste Badewetter herrscht – ein Kontrast, der die ganze Insel prägt. Der Norden ist grün und regenverwöhnt. Im Anaga-Gebirge wächst ein uralter Lorbeerwald, in dem sich der Passatnebel in den Kronen verfängt, und die historische Universitätsstadt La Laguna mit ihrer schachbrettartig angelegten Altstadt zählt ebenfalls zum UNESCO-Welterbe. Hier liegen auch das traditionsreiche Puerto de la Cruz und das Orotavatal mit seinen Bananenplantagen und Weinbergen auf Vulkanasche. Der Süden dagegen ist sonnensicher und touristisch erschlossen: Rund um Playa de las Américas und die Costa Adeje reihen sich Strände, Promenaden und Hotels, und von den Häfen starten Boote zur Walbeobachtung, denn vor der Küste leben ganzjährig Grindwale und Delfine. Dazwischen liegen schwarze Lavastrände, das künstlich angelegte Playa de las Teresitas mit hellem Sand bei der Hauptstadt Santa Cruz und Bergdörfer wie Masca, das spektakulär in einer tiefen Schlucht klebt. Santa Cruz de Tenerife, die Hauptstadt, beeindruckt mit dem geschwungenen Auditorio von Santiago Calatrava und einem der größten Karnevale der Welt. Für deutsche Reisende ist Teneriffa seit Jahrzehnten ein Sehnsuchtsziel, doch das eigentliche Teneriffa beginnt erst dort, wo die Straße von der Küste in die Berge abbiegt – zwischen Vulkanlandschaften, Nebelwäldern und Dörfern, in denen die Zeit langsamer vergeht.








