Das Museo Archeologico Regionale „Pietro Griffo“ liegt an der Contrada San Nicola, auf halbem Weg zwischen der Altstadt und dem Tal der Tempel, und ist die wichtigste Sammlung zur Geschichte des antiken Akragas. Benannt nach dem Archäologen Pietro Griffo, der das Haus konzipierte, gilt es als eines der bedeutendsten archäologischen Museen Siziliens. Die Ausstellung folgt einem klaren chronologischen und thematischen Faden – von der Vorgeschichte über die griechische Blütezeit bis in die Römerzeit. Star der Sammlung ist der Telamon: eine fast acht Meter hohe Atlantenfigur aus dem Zeustempel (Tempio di Zeus Olimpio), die einst zusammen mit gleichartigen Riesen das Gebälk des gewaltigen Heiligtums stützen half. Der wieder aufgerichtete Koloss steht in einem eigenen, hohen Saal und macht die ursprünglichen Dimensionen des nie ganz vollendeten Tempels begreiflich. Daneben zeigt ein Modell, wie die Telamonen in die Fassade eingebunden waren. Ebenso berühmt ist der Ephebe von Agrigent, eine marmorne Jünglingsstatue aus dem frühen 5. Jahrhundert v. Chr., die zu den feinsten griechischen Skulpturen Siziliens zählt. Hinzu kommt eine erstklassige Sammlung griechischer Vasen – rotfigurige und schwarzfigurige Keramik –, darunter der prächtige Krater mit der Amazonomachie, sowie Münzen, Votivgaben, Sarkophage und Architekturteile aus den Tempeln. Das Museum verbindet sich direkt mit der antiken Topografie: Gleich nebenan liegen das hellenistisch-römische Wohnviertel und das kleine Oratorium von Phalaris. Wer das Haus vor dem Tempelrundgang besucht, liest die Ruinen anschließend mit ganz anderen Augen – die Funde geben den leeren Säulen ihre Menschen, Götter und Geschichten zurück. Das Museum ist Teil des UNESCO-Welterbes von Agrigent.
Eine chronologisch geordnete Sammlung zur Geschichte des antiken Akragas, deren Höhepunkt der fast acht Meter hohe Telamon aus dem Zeustempel in einem eigenen hohen Saal ist. Dazu kommen der marmorne Ephebe von Agrigent, eine umfangreiche Sammlung griechischer Vasen, Münzen und Architekturfragmente. Gleich nebenan liegen ein hellenistisch-römisches Wohnviertel und das Oratorium von Phalaris.
Das Museum wurde nach dem Archäologen Pietro Griffo benannt und 1967 eröffnet; sein Bau bezieht das mittelalterliche Kloster San Nicola und die antike Topografie ein. Es bündelt die Funde aus dem antiken Akragas, das im 6. Jahrhundert v. Chr. gegründet und 406 v. Chr. von den Karthagern erobert wurde. Der Telamon stammt aus dem nie vollendeten Zeustempel der frühen 5. Jahrhunderts v. Chr.
