Giardino della Kolymbethra

Giardino della Kolymbethra

Ein historischer Zitrusgarten in einer Schlucht des Tals der Tempel, dessen Bewässerung bis ins antike Akragas zurückreicht.

Der Giardino della Kolymbethra liegt versteckt in einer kleinen Schlucht mitten im archäologischen Park von Agrigent, zwischen dem Tempel der Dioskuren und dem Tempel des Hephaistos. Sein Name geht auf die antike „Kolymbethra“ zurück – ein großes Wasserbecken, das die Bewohner von Akragas im 5. Jahrhundert v. Chr. anlegten und das von einem ausgeklügelten System unterirdischer Wasserkanäle, den sogenannten Hypogäen oder Ipogei, gespeist wurde. Diese antiken Galerien führen noch heute Wasser und machen den Garten zu einem grünen Sonderfall im sonst kargen, sonnendurchglühten Tempelgelände. Über Jahrhunderte verwilderte das Tal, bis der italienische Umweltfonds FAI (Fondo Ambiente Italiano) es Ende der 1990er-Jahre übernahm und behutsam wiederherstellte. Heute wachsen hier Orangen-, Zitronen-, Mandarinen- und Mandelbäume, dazu Oliven, Pistazien, Granatäpfel und mediterrane Macchia. Schattige Pfade führen an den alten Bewässerungskanälen entlang hinab in die Schlucht; das Plätschern des Wassers und der Duft der Zitrusblüten im Frühjahr stehen in scharfem Kontrast zur trockenen Hochebene der Tempel. Der Garten hat einen eigenen kleinen Eingang und ein separates Ticket, das nicht im allgemeinen Park-Ticket enthalten ist. Der Rundgang ist nicht lang, aber teils steil und uneben – festes Schuhwerk lohnt sich. Wer mag, bucht eine geführte Begehung, bei der die antike Wassertechnik und die landwirtschaftliche Tradition erklärt werden. Für viele ist die Kolymbethra die schönste Verschnaufpause auf dem Tempelrundgang: ein Stück lebendige Kulturlandschaft, in dem sich Archäologie, Botanik und sizilianische Agrargeschichte verbinden. Im Frühjahr, zur Zitrusblüte, entfaltet der Garten seinen stärksten Reiz.

★ travelperfect Special · Sehenswürdigkeit

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Beste Besuchszeit
Das Frühjahr von März bis Mai ist ideal, wenn die Zitrusbäume blühen und ihr Duft die Schlucht erfüllt. Auch der Herbst zur Erntezeit ist schön. In der Mittagshitze des Hochsommers bietet der schattige Garten eine willkommene Abkühlung. Öffnungszeiten werden vom FAI festgelegt und können saisonal variieren.
01Foto-Tipp 1

Im Frühjahr die Zitrusblüten in Nahaufnahme festhalten.

02Foto-Tipp 2

Die alten Wasserkanäle als Leitlinien ins Bild führen.

03Foto-Tipp 3

Aus der Schlucht heraus die Tempel im Hintergrund einfangen.

04Foto-Tipp 4

Das gefilterte Licht unter den Bäumen für weiche Aufnahmen nutzen.

Sehenswürdigkeit

Tempio della Concordia

Der besterhaltene Tempel des Parks liegt nur einen kurzen Weg vom Garteneingang entfernt.

Sehenswürdigkeit

Museo Archeologico Pietro Griffo

Das Museum ordnet die antike Wassertechnik und die Geschichte von Akragas ein.

Historischer Zitrusgarten mitten im Tal der Tempel

Antike Bewässerungskanäle (Ipogei) aus der Zeit von Akragas

Wiederhergestellt vom Umweltfonds FAI

Orangen-, Zitronen- und Mandelbäume in einer schattigen Schlucht

Eigener Eingang mit separatem Ticket

Zitrusblütenduft im Frühjahr

Grüne Pause zwischen den sonnigen Tempelruinen

01Tipp 1

Separates Ticket einplanen – der Garten ist nicht im Park-Ticket enthalten.

02Tipp 2

Im Frühjahr kommen, wenn die Zitrusbäume blühen und duften.

03Tipp 3

Festes Schuhwerk tragen, die Pfade in die Schlucht sind teils steil.

04Tipp 4

Eine geführte Begehung gibt Einblick in die antike Wassertechnik.

05Tipp 5

Mit dem Tempelrundgang verbinden – der Garten liegt mittendrin.

Was ist der Giardino della Kolymbethra?

Es ist ein historischer Zitrus- und Obstgarten in einer Schlucht des Tals der Tempel. Seine Bewässerung geht auf antike Wasserkanäle aus der Zeit von Akragas zurück; der Umweltfonds FAI hat das verwilderte Tal wiederhergestellt.

Ist der Garten im Ticket für das Tal der Tempel enthalten?

Nein, die Kolymbethra hat einen eigenen Eingang und ein separates Ticket, das vom FAI verwaltet wird. Es muss zusätzlich zum allgemeinen Park-Ticket gelöst werden.

Wann ist die beste Zeit für den Garten?

Das Frühjahr ist am schönsten, wenn die Orangen- und Zitronenbäume blühen und ihr Duft die Schlucht erfüllt. Auch im Herbst, zur Erntezeit der Zitrusfrüchte, lohnt sich der Besuch.

Wie anstrengend ist der Rundgang?

Der Weg ist nicht lang, führt aber über teils steile und unebene Pfade in die Schlucht hinab und wieder hinauf. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, für sehr eingeschränkt mobile Gäste ist der Garten weniger geeignet.

Was macht den Garten historisch besonders?

Die Bewässerung erfolgt über antike unterirdische Kanäle, die Hypogäen, die im 5. Jahrhundert v. Chr. für das Wasserbecken Kolymbethra angelegt wurden. Sie führen bis heute Wasser und machen den grünen Garten im trockenen Tempelgelände möglich.

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Erreichbar zu Fuß ab Giardino della Kolymbethra.

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